»… wir sind Gotteskinder…
Liebe Gemeinde,
am 25. Mai 2000 wurde ich vom Kirchengemeinderat unter der Leitung von Helga Klempt und Pfarrer Ulrich Vallon im Paulus stüble auf die Pfarrstelle Mitte an der Pauluskirche gewählt, am 30. Oktober war Dienstbeginn. Lange, lange scheint mir das her.
Vieles ist seither in der Kirchengemeinde anders geworden. Kaum ein Stein der Gemeindearbeit ist an seiner ursprünglichen Stelle verblieben, sie hat sich vielfach verändert, hat eine neue Form gewonnen. Manches gibt es nicht mehr: Gemeindefrühstück und Gemeindezentrum Langenburgerstraße, Seniorenkreise und Bibelkreise, Johann-Albrecht-BengelHaus und die Kindergärten Frauensteg, Güglingerstraße, Langenburgerstraße etwa. Aus drei (!) Pfarrstellen an der Pauluskirche ist inzwischen eine geworden. Neues ist geworden: Jazzgottesdienste und Gemeinschaftliches Grabfeld, Adventsmarkt und Bücherecke, Interreligiöse Begegnungen und Kirchenschmaus, Mittendrin-Gottesdienste und Orte der Passion, Dietrich Bonhoeffer-Kinderhaus und Zentrum Johanneshof, Gemeindebrief und Verflechtung mit fast allen Gruppen und Kreisen in Zuffenhausen beispielsweise. Aus drei Kirchengemeinden wurde in einem aufwändigen Prozess eine Kirchengemeinde, seit Neustem sind wir eingebunden in eine Gesamtkirchengemeinde.
Trotz aller Veränderungen waren für mich diese Jahrzehnte als Pfarrer eine überwältigend erfüllte Zeit. Dass es so wurde, wie es geworden ist, hätte ich in jungen Jahren nicht einmal zu träumen gewagt. Für mich hat es im Laufe der Zeit in mannigfaltiger Weise einfach hier gepasst. Ich war und bin gerne hier Pfarrer, die Arbeit ist mir zuallermeist auch überraschend leichtgefallen, besser: Sie alle haben es mir leicht gemacht. Viel Vertrauen wurde mir immer geschenkt, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanke.
Gleichwohl ist für mich nun – fast auf den Tag genau 20 Jahre später – der Zeitpunkt gekommen, mich einer ganz anderen, neuen Aufgabe als Pfarrer zuzuwenden. »Gewohnheit«, hat Albrecht Goes im Blick auf den Pfarrberuf einmal geschrieben, »ist ein mächtiger Feind«. Deshalb wird die Veränderung mir, aber auch der Gemeinde wohltun.
Sonnenklar war für mich immer, dass keine Kirchengemeinde dem Vergleich mit Zuffenhausen standhalten wird. Deshalb kam für mich nur ein grundlegender Wechsel in meinem Tätigkeitsfeld in Frage.
Mein neues Arbeitsfeld wird die Justizvollzugsanstalt Stammheim sein. Dort werde ich ab Februar 2021 als Seelsorger arbeiten.
Zielsicher auf einen Termin zuzugehen, das ist in diesen Tagen ein Wagnis. Geplant haben wir aber jetzt einmal einen Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 17. Januar um 15 Uhr in unserer Pauluskirche.
Viele Grüße Dieter Kümmel

…uns ist noch nicht erschienen, was wir sein werden« (1. Joh. 3,2)

November 2020

Verabschiedung von Dekanatskantor Hans-Rudolf Krüger

»Alles hat seine Zeit …«
Diese Worte aus dem alttestamentlichen Buch der Sprüche gelten auch für die Tätigkeit von Hans-Rudolf Krüger als Dekanatskantor.
Im 40. Berufsjahr als Kantor und nach 30 Dienstjahren in der Kirchengemeinde
und im Dekanatsbezirk Zuffenhausen geht er in Ruhestand.
Das ist Grund genug, innezuhalten und sich zu erinnern. Es ist Anlass, Danke zu sagen. Das wollen wir gemeinsam mit Hans-Rudolf Krüger im Gottesdienst am Sonntag, 17. Juli 2016, 11 Uhr in der Pauluskirche tun.
Sicherlich feiern viele mit uns diesen Gottesdienst, die in den zurückliegenden
Jahrzehnten mit Hans-Rudolf Krüger zusammen gearbeitet haben.
Nicht alle Erinnerungen können im Gottesdienst zur Sprache kommen. Das ist auch nicht das Entscheidende. Entscheidend ist, dass bei denen, die an diesem Tag zusammenkommen – oder jetzt, wenn sie diese Zeilen lesen – Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse mit Hans-Rudolf Krüger wieder lebendig werden. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam spüren und erfahren, wie Musik unser Leben – gerade auch das geistliche Leben – begleitet und bereichert.
Als Kantor hat Hans-Rudolf Krüger dafür gearbeitet und gelebt. Daran wollen wir uns erinnern und zugleich Gott um seinen Segen für den Ruhestand bitten.
Ihr Dekan Klaus Käpplinger
Mai 2016


Liebe Zuffenhäuser, liebe Leserin, lieber Leser!
Nach 30 Dienstjahren beende ich meine Tätigkeit als Kantor in Zuffenhausen und als Dekanatskantor im Kirchenbezirk Stuttgart-Zuffenhausen zum 31. Juli 2016. Ich danke allen, die mich auf meinem musikalischen Lebensweg begleitet und zum Gelingen der Kirchenmusik hier in Stuttgart-Zuffenhausen beigetragen haben. Persönlich möchte ich mich von Ihnen im Gottesdienst in der Pauluskirche verabschieden.
Alle guten Wünsche, Gott befohlen und herzliche Grüße
Ihr Hans-Rudolf Krüger
Mai 2016