Kontakt Beratung Hilfe – ein Angebot der Kreisdiakoniestelle Zuffenhausen

Nomen est omen… Die Überlegungen kamen aus der Beratungsarbeit:
• Viele Klienten mit gleichen Anliegen, Fragen und Problemen
• Das Bedürfnis, Probleme oder auch nur Alltägliches außerhalb des
häuslichen Umfelds zu besprechen
• Es ist niemand da, mit dem man seine Sorgen oder seine Freude
teilen kann.
• Man kann und möchte kein Geld ausgeben, um irgendwohin zu
gehen.
• Formulare sind auszufüllen…
Ja, die wundervollen Formulare, die unsere Bürokratie für uns bereithält. Formulare sind wichtig und nötig, aber die Fragestellungen bringen einen manchmal in Nöte. Man bemüht sich, alles richtig anzugeben, dabei werden die eigenen Fragen immer mehr.
Diese und andere Themen versuchen wir mithilfe sachkundiger Referenten zu klären. Im Fokus stehen dabei die Belange der Hartz IV- und Grundsicherungsempfänger. Darüber hinaus bieten wir Themen für Alleinerziehende an, für Menschen, die Wohngeld beziehen, für Menschen, die einfach ein Café-Angebot nutzen oder die sich für sich oder für Freunde oder ihre Familie informieren wollen.
Kennen Sie die eierlegende Wollmilchsau? Das war unsere Idee vor acht Jahren: ein regelmäßiges Caféangebot mit Vorträgen, geselliger Runde und Formularen, die zum Ausfüllen mitgebracht werden können.
Inzwischen wurden viele verschiedene Themen behandelt.
Wir sind keine feste Gruppe, sondern ein offenes Café.
Wer ist eingeladen? Jede und jeder, die sich vom jeweiligen Thema angesprochen fühlen. Die meisten Vorträge greifen sozialrechtliche Fragen auf. Daneben haben wir auch Themen wie Kindergeld, Vorsorgevollmacht, Schwerbehindertenrecht, Verbraucherrechte – immer darauf ausgelegt: Wie schaffe ich es mit wenig Geld? Wie kann ich sparen, Schulden vermeiden oder tilgen, wenn sie schon da sind?
Wohin kann ich mich bei einem bestimmten Problem wenden?
Das Café Formularis möchte Impulse geben, Beratungsstellen vorstellen und über wichtige Neuerungen informieren, zum Beispiel über das P-Konto oder das neue Bildungspaket. So sind schon manche Menschen auf unsere Beratungsstelle aufmerksam geworden.
Das Café Formularis beginnt immer um 15 Uhr mit einem Getränk, damit der darauffolgende Vortrag nicht zu trocken wird. Für den Vortrag haben wir jeweils eine Fachfrau oder einen Fachmann eingeladen, die aus der Praxis erzählen und viele direkt gestellte Fragen beantworten, zum Beispiel die Stromspar-Checker von der Caritas oder die Frontmänner von der Neuen Arbeit. So erfahren wir einiges über die vielseitigen Hilfsangebote von der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis und den Kommunen. Nachdem unser Geist mit genügend Informationen gefüttert ist, gilt es, Leib und Seele mit Süßem zu verwöhnen. Die einen kommen miteinander ins Gespräch und lassen sich den Kuchen
schmecken. Die anderen haben noch Fragen an den Referenten, die zu speziell sind für die große Runde. Auch der Erfahrungsaustausch ist ein wichtiger Aspekt des Cafés. Kosten tut’s nix – wer mag und hat, kann gern etwas ins Kaffeekässle legen.
Ehrenamtlich arbeiten beim Kaffeebetrieb, bei Auf- und Abbau und in der Formularhilfe mit unermüdlichem Einsatz Rosa Konrad, Peter Banzhaf und Monika Link mit.
Eine Pause von sozialrechtlichen Impulsen gibt es im August. Das nächste Café Formularis findet dann oft am ersten Schul- oder Arbeitstag im September statt. Da für diesen Termin nur schwer Referenten zu finden sind, veranstalten wir im September unser Sommerfest. Da sollen Spaß und Unterhaltung im Vordergrund stehen, gleichzeitig dient es uns als Ideenquelle für kommende Themen.
Im Dezember gibt es dann eine schöne Adventsfeier, bei der die Sorgen mal zu Hause bleiben.
Zu allen Terminen sind Sie herzlich eingeladen.

Cornelia Zaiser

Februar 2018