Gottesdienst zur Wiedmann Bilder-Bibel am 29. April 2018

Martin Wiedmann

Alles fing 1984 an mit einem Auftrag. Willy Wiedmann sollte die Pauluskirche in Stuttgart Zuffenhausen ausmalen.
Damals wusste noch keiner, dass daraus eines Tages ein einzigartiges Meisterwerk entstehen würde: Die Wiedmann Bibel. Sie gibt das komplette Alte und Neue Testament in Bildern wieder. Weltweit gibt es keine vergleichbare Version. Der Stuttgarter Künstler Willy Wiedmann (1929 - 2013) malte sie über einen Zeitraum von 16 Jahren. Er konnte sie aufgrund der damals noch fehlenden technischen Möglichkeiten nie veröffentlichen.
Jetzt — 34 Jahre später — kehrt die Wiedmann Bibel an den Ort zurück, an dem die Idee zu ihr geboren wurde. Am 29. April übergibt der Sohn des mittlerweile verstorbenen Künstlers, Martin Wiedmann, eine Ausgabe der limitierten ART-Edition im Rahmen eines Gottesdienstes an den Vorsitzenden der Ev. Kirchengemeinde, Heinz Stohrer.
Für die Feierlichkeiten hat sich der Pfarrer der Pauluskirche Dieter Kümmel etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Wir werden den Kirchenraum drehen. Das heißt: Die Gemeinde schaut während des Gottesdienstes nicht auf das Schiff, sondern auf die Empore.“ Denn das Thema der Predigt wird die „gefallene Schöpfung“ sein, die Willy Wiedmann bildlich unter dem Bereich der Orgel dargestellt hat.
Der Jazzsaxofonist Martin Keller und die Pauluskantorei Zuffenhausen unter der Leitung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo werden den Gottesdienst musikalisch begleiten. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Danach haben die Besucher bei einem Ständerling die Möglichkeit zu gemeinsamen Gesprächen mit der Familie des Künstlers.
Die ART-Edition wird später in einer Vitrine ausgestellt. Jeden Sonntag wird zum Gottesdienst die passende Seite zur Predigt aufgeschlagen.