ORGEL PLUS...Euphonium - eine sommerliche Matinée mit einem bunten musikalischen Blumenstrauss von Mozart bis Sir Andrew Lloyd-Webber - herzliche Einladung zum Zuhören

Der Kölner Blechbläsersolist Christian Becher mit seinem Euphonium, einem ganz besonderen Blechblasinstrument mit einem einzigartigen Klang, ist am Sonntag, den 15. Juli, um 11 Uhr in der traditionellen Konzertreihe "Stuttgarter Orgelmatinée" in der Pauluskirche Zuffenhausen zu Gast.

Auf Einladung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo, der ihn an der Orgel und am Klavier begleiten wird (im Rahmen der Reihe "Orgel PLUS..."), wird Christian Becher vor allem unbekannte, aber höchst wertvolle und klangschöne Stücke für sein Instrument von W. A. Mozart, James Curnow, A. Lloyd-Webber (Song aus "Jesus Christ Superstar"), Thomas Stevens und ein modernes Solostück mitbringen und meisterhaft interpretieren.

Dazu passende Orgelmusik von Max Drischner ("Sonnenhymnus"), Vincent Lübeck, Max Reger und dem jüdischen Komponisten Herman Berlinski ("Der brennende Dornbusch"), dessen Familie dem Holocaust zum Opfer gefallen ist, ergänzen die Bläserstücke zu einem bunten musikalischen Blumenstrauss zum Abschluss der Reihe vor den Sommerferien. Der Eintritt ist wie immer frei und die Kollekte am Ausgang dient zur weiteren Finanzierung der Konzertreihe.

Das nächste Konzert der "Stuttgarter Orgelmatinée" findet am 14. Oktober mit einem Gesangsduo (Marit Kuhlo, Sopran und Ibolya Verebics, Alt) mit romantischer Vokal- und Orgelmusik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und dem damailgen Magdeburger Domorganisten August Gottfried Ritter statt.

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Alexander Kuhlo im Juli 2018

BACH UM SECHS – Orgelzyklus IX „Leipziger Choralbearbeitungen II & Schübler-Choräle“

Unter dem Titel "Leipziger Choralbearbeitungen II & Sechs Schübler-Choräle" verfolgt Dekanatskantor Alexander Kuhlo den "roten Faden" der Bach´schen Choralbearbeitungen im 9. Konzert des Bach-Zyklus in der Zuffenhäuser Johanneskirche weiter und spielt die restlichen Meisterwerke dieser Gattung aus Bachs sogen. "Leipziger Originalhandschrift", u.a. das von dem romantischen Komponisten Robert Schumann viel gelobte filigrane Orgelvorspiel zu der Abendmahlsmelodie "Schmücke dich, o liebe Seele". Für viele romantische Musiker verkörpert Johann Sebastian Bach den Urgrund ihrer künstlerischen Identität. Felix Mendelssohn Bartholdy gesteht etwa Robert Schumann, dass ihm der Bach-Choral „Schmücke dich o liebe Seele“, wenn ihm „das Leben Hoffnung und Glauben genommen, alles von Neuem bringen würde".

Auch die Bearbeitungen der heute nahezu kaum noch bekannten Abendmahlsliedmelodie "Jesus Christus, unser Heilnad" sind beeindruckende, fantasiereiche Bearbeitungen der alten, sperrigen Choralmelodie, die immer den jeweiligen Textinhalt meisterhaft in Musik setzen. Diese Schönheiten der Bach´schen Choralkunst gipfeln in den "Sechs Schübler-Chorälen". Die genaue Entstehungszeit der Sammlung ist unbekannt; der Originaldruck wurde 1748/1749 von Johann Georg Schübler in Zella besorgt; ihm verdankt sie auch ihren Namen. Fünf der sechs Sätze sind Bearbeitungen von erhaltenen Kantatensätzen. Für den sechsten (BWV 646) ist die nur bruchstückhaft erhaltene Kantate 188 als Quelle vermutet worden!

Alexander Kuhlo wird versuchen, die polyphonen Strukturen und vor allem die Liedmelodien der verwendeten Kirchenlieder mit den vielfältigen Klangfarben der PLUM-Orgel zum Leuchten zu bringen.

Dieses Konzert ist das letzte Konzert vor der Sommerpause des 2017 begonnenen integralen BACH-ORGELZYKLUS (9. Konzert), der dann in 2019 mit den "Präludien & Fugen der MeisterjahreII" konsequent fortgesetzt werden wird.

Der Eintritt ist frei und um eine Spende für die Kirchenmusik in Zuffenhausen wird am Ausgang gebeten.

AK 06/2018

Nachwuchsbläserausbildung in Zuffenhausen

Musikalischer Gottesdienst am Sonntag, den 10. Juni 2018

Am Sonntag, den 10. Juni, um 11 Uhr werden in Kooperation mit der „Stuttgarter Musikschule“-Zuffenhausen die beiden Eingangssätze (Kyrie + Gloria) der „Messe 2012“ von Michael Schütz sowie ausgewählte Neue Geistliche Lieder (auch zum Mitsingen) im Gottesdienst mit Pfarrer Dieter Kümel präsentiert.

Die Mitglieder des neuen Chorprojektes stammen aus den Gemeinden im Dekanat Zuffenhausen und sind vor allem Frauen, so dass ein schöner, heller Chorklang zu erwarten ist. Aber auch einige versierte Männerstimmen bilden den klanglichen Backround für die hohen Stimmen.

Das begleitende Orchester (Streichinstrumentalisten) und der Schlagzeuger (der elfjährige Aaron Kretschmer) sind allesamt SchülerInnen der „Stuttgarter Musikschule“ in Zuffenhausen und werden seit April von der Musikschulleiterin Ulrike Fromm-Pfeiffer persönlich in diversen Proben auf diesen musikalischen Höhepunkt vorbereitet. Auch Lehrkräfte der Musikschule unterstützen dieses gelungene Kooperationsprojekt.

Die Musik von Michael Schütz, der in Berlin kirchenmusikalisch tätig ist, vereint in sich traditionelle Elemente der Messkomposition und verbindet diese mit modernen, fetzigen Rhythmen und Klängen, so dass ein interessanter Stilmix entsteht, der wohl viele
HörerInnen erfreuen dürfte.
Wer auf diesen Gottesdienst neugierig geworden ist, sei herzlich willkommen!

Alexander Kuhlo - Mai 2018

BACH-Orgelzyklus in Zuffenhausen wird mit dem achten Konzert fortgesetzt!

Am Pfingstsamstag (19. Mai 2018) um 18 Uhr setzt Dekanatskantor Alexander Kuhlo in der Johanneskirche Zuffenhausen seinen integralen BACH-Orgelzyklus mit dem 8. Konzert und pfingstlicher Orgelmusik J. S. Bachs fort und lädt alle Freunde dieser Orgelmusik zum Zuhören ein.
Sein Ziel ist es, das gewaltige und in seiner Komplexität einzigartige Orgelwerk Bachs im Dekanat Zuffenhausen und darüber hinaus in seiner subjektiven künstlerischen Sichtweise mit den Klang-farben seiner kammermusikalischen PLUM-Orgel zum Klingen zu bringen und die spirituelle Kraft dieser Kunstwerke erfahrbar und erlebbar zu machen.
Gemeinsam mit Pfarrer Volkmar Rupp, der die Begrüßung halten und den Schlusssegen spenden wird, möchte Alexander Kuhlo 10 Minuten vor Beginn im Altarraum eine kleine hilfreiche Einführung in das zu Hörende geben, damit die ZuhörerInnen bewußter die Schönheiten der Musik wahrnehmen und klanglich erleben können.
Nach dem „Dritten Teil der Clavierübung“, den „Toccaten und Fugen“, den „Sechs Triosonaten“, den „Präludien & Fugen I“  sind jetzt am Samstag Orgelwerke zu hören, die auf pfingstlichen Kirchenliedmelodien basieren, z.B. „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ und „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“. Das Pfingstfest in der Orgelmusik Bachs, ergänzt durch Stücke für Trompete und Orgel von Bach (Choräle aus den Kantaten 29 und 79) zum Thema „Lob und Dank“ sowie das D-Dur-Trompetenkonzert von Giuseppe Torelli, welches auf den italienischen Einfluß in Bachs Orgelmusik hinweist.
Dieser wirkt sich auch den Konzertbearbeitungen für Orgel aus, die Bach von Werken Antonio Vivaldis und auch seines damaligen Dienstherrn Johann-Ernst Prinz zu Sachsen-Weimar meisterhaft angefertigt hat. Von diesem wird ein Konzert in der pfingstlichen Tonart G-Dur von Alexander Kuhlo mit den Klangfarben der PLUM-Orgel interpretiert, zu hören sein.
Der Solo-Trompeter Frank Schanbacher aus Sindelfingen ist aus gegebenem Anlass der Musizierpartner Kuhlos und wird mit dem festlich-strahlenden Klang seiner Piccolo-Trompete disem Pfingstkonzert seinen besonderen Glanz verleihen.

Der Eintritt ist frei und für die Kirchenmusik wird am Ende des Konzertes eine Kollekte gesammelt.

Alexander Kuhlo - Mai 2018

 

"HANKE-BROTHERS" am Sonntag, den 29. Apri 2018 um 17 Uhr in der Pauluskirche Zuffenhausen „A Colourful Concert"

Ein rauschendes Konzertprogramm mit einer Fülle musikalischer Kostbarkeiten und Überraschungen aus Klassik bis hin zu Pop und Filmmusik halten vier junge begabte Musiker, allesamt Brüder der Sindelfinger Kirchenmusikerfamilie Hanke, die mittlerweile Musik studieren, bereit, um am Sonntag, den 29. April 2018, um 17 Uhr das Konzertpublikum in der Pauluskirche Zuffenhausen zu begeistern.

David Hanke, der älteste der Brüder, wird in unterhaltsamer Weise durch das abwechslungsreiche Programm führen, in welchem die unterschiedlichsten Instrumente zum Klingen kommen werden (Tuba, Blockflöte, Klavier, Bratsche u.a.).

Der Eintritt ist frei, um jedermann/frau den Besuch dieses Gastkonzertes der Extraklasse in Zuffenhausen zu ermöglichen.

 Kantor Alexander wird die Begrüßung für die Gemeinde übernehmen und hat schon mit David Hanke in anspruchsvollen Telemann-Kantatengottesdiensten in der Vergangenheit zusammengearbeitet, so dass er mit Fug und Recht von diesem Konzert behauptet:

„Das wird ein ganz besonderes Highlight in Zuffenhausen werden, das die unterschiedlichsten Stilarten der Musik von Klassik bis Pop in sich vereinigen und zusammenführen wird – FUSION im besten Sinne!“.

 

Alexander Kuhlo 04/2018

ORGEL PLUS ... POSAUNE - Orgelmatinée am Sonntag, den 6. Mai 2018 in der Pauluskirche

Ein musikalischer Bilderbogen von FRESCOBALDI... bis GOSPEL !

Der Tübinger Posaunist CHRISTOF SCHMIDT, zugleich Bläserreferent des Ev. Kirchenkreises, Orchestermusiker und Musikschullehrer, Leiter diverser Posaunenchöre, ist der Gastsolist in der 136. Orgelmatinée, einer etablierten Konzertreihe, die Dekanatskantor Alexander Kuhlo seit 2016 fortsetzt.

Am Sonntag, den 06.Mai 2018, um 11 Uhr wird dazu in die Pauluskirche Zuffenhausen (Unterländer Str.) eingeladen, um Kostbarkeiten und Raritäten, aber auch Maßstäbe setzende Repertoirestücke für Posaune & Orgel zu hören.

Der große Bogen beginnt in der Zeit des Frühbarock in Italien mit einer „Canzon“ für Posaune und Orgel von Girolamo Frescobaldi, einem virtuosen Eröffnungsstück, welches den mächtigen Klang der Posaune bestens zur Geltung kommen läßt.

Über ein geradezu mozartisch anmutendes Posaunenkonzert (für Altposaune!) von Georg Christoph Wagenseil geht die Reise weiter nach Frankreich zu dem groß angelegten „Morceau Symphonique“ (Sinfonischen Stück) des französischen Spätromantikers Félix Alexandre Guilmant, ein Prüfstein für jeden Posaunisten, in dem sich die Posaune gegen des mächtigen Klang des Orchesters (in diesem Falle der Mühleisen-Orgel) behaupten wird.

Dazu erklingen stilistisch passend eine nahezu unbekannte Orgelfuge von Johann Nepomuk Hummel, dem Schubert-Zeitgenossen, und das weltberühmte „Carillon de Westminster“ von Lozuis Vierne mit seinem bekannten Glockenmotiv der Londoner Kathedrale, ein mächtiges Klangszenario mit einer gewaltigen Steigerung zum Schluss hin.

Aber auch kammermusikalische Akzente sind in dem Programm enthalten, z.B. eine Rarität von Kaiser Joseph I. für Sopran (Marit Kuhlo als Gast), Posaune und Orgel in ansprechender Arienform mit italienischem Text („Alme Ingrate“), von denen es einige aus der Feder des habsburgishen Kaisers gibt, eine echte Entdeckung!

Aber der musikalische Bogen reicht noch weiter in die Gospelmusik unserer Tage mit Bearbeitungen von F. W. Böhler von bekannten Gospels und als Überraschung halten die beiden Musiker sogar Filmmusik bereit.

Diese Orgelmatinée wird also zum einen den wunderbaren, mächtigen und zugleich zarten Klang der Posaune präsentieren, aber auch für fast jeden Geschmack etwas Schönes bereithalten.

Der Eintritt ist frei und die Kirche ab 10.30 Uhr geöffnet. Pfarrer Dieter Kümmel wird für die Gemeinde begrüßen und Christof Schmidt das Konzert unterhaltsam und informativ moderieren.

Alexander Kuhlo

 

 

BACH-Orgelkonzert am Samstag, den 14. April 2018 in der Johanneskirche

Am Samstag, den 14. April 2018 findet um 18 Uhr in der Zuffenhäuser Johanneskirche ein weiteres Orgelkonzert des integralen BACH-Zyklus in Zuffenhausen mit Dekanatskantor Alexander Kuhlo an der zweimanualigen Plum-Orgel statt. Die Begrüßung liegt in Händen von Pfarrer Volkmar Rupp und der Eintritt ist frei.

Kantor Kuhlo hat diesmal die freien Orgelstücke aus Bachs frühen Organistenjahren in Arnstadt, Mühlhausen bis zur Weimarer Zeit als Hoforganist exemplarisch ausgewählt, also vornehmlich Präludien und Fugen aus Bachs frühen Schaffensjahren, die die unterschiedlichsten musikalischen Einflüsse widerspiegeln.

Darunter finden sich vom Hanseatischen Orgelbarock beeinflusste Stücke wie bspw. Präludium und Fuge in g-Moll BWV 535 oder freie Werke mit Pedalsolo zu Beginn (c-Moll BWV 549), aber auch vom damals beliebten italienischen Concerto-Stil inspirierte Stücke wie die Canzona in d-Moll und die Fuge in g-Moll BWV 578 oder sogar eine Fuge mit einem Thema von Bachs italienischem Kollegen Arcangello Corelli (h-Moll-Fuge) bis hin zu dem großen eigenständigen Meisterwerk Präludium und Fuge in a-Moll BWV 543 aus der Weimarer Zeit, in welcher Bach ein geniales Orgelwerk an das andere reiht, ein Vorgeschmack auf das zweite Konzert zu dieser Gattung der freien Orgelmusik!

Vor Beginn des Konzertes gibt es eine kleine Einführung an der Orgel in das zu hörende Programm mit Hinweisen von Alexander Kuhlo zur Programmauswahl und zur Faktur der einzelnen Werke. Interessenten finden sich bitte 15 Minuten vor Beginn in der Johanneskirche ein!

Im Anschluss an das Konzert steht der Organist für Fragen und Rückmeldungen im Johanneshof zur Verfügung.

Das nächste Konzert des BACH-Zyklus findet im Mai zum Pfingstfest (19. Mai, 18 Uhr) mit Bachs Orgelmusik zu diesem wichtigen christlichen Fest statt, wo Kantor Kuhlo durch einen Trompeter unterstützt wird. Herzliche Einladung!

AK 03/2018

Das erste Kantorenjahr in Gemeinde, Dekanat und Kirchenkreis

»Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.«
Mit Worten des schwäbischen Dichters Eduard Mörike beginne ich in den sonnenglühenden Herbsttagen meinen Rückblick auf das vergangene Jahr gemeinsamen Musizierens in unserer Kirchengemeinde.
Als ich im September 2016 bei Ihnen, liebe Zuffenhäuser Gemeindeglieder, nach fast fünf Jahren als Kreiskantor im ländlichen Westerwald meinen Dienst als neuer Dekanatskantor in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger antrat, traf ich zum einen auf vielfältige berufliche Herausforderungen, aber vor allem auch auf Sie, die musikbegeisterten und musikliebenden Menschen in allen kirchenmusikalischen Ensembles und in der Gemeinde.
Seither strebe ich mit Ihnen bewusst das an, was auch meinem großen Vorbild im Kantorenamt, Johann Sebastian Bach, in seinem »Entwurf einer wohlbestallten Kirchenmusik« von 1730 wichtig war: eine
Kirchenmusik, die sich einerseits an den liturgischen Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen der Menschen in der Gemeinde und den Vorstellungen der vorhandenen Pfarrerschaft orientiert. Aber nicht zuletzt versucht sie auch immer wieder neu, den hohen Qualitätsmaßstäben, für die Bach zeitlebens eingetreten ist, gerecht zu werden.
Ein großer Schatz der Kirchenmusik in Zuffenhausen ist das vorhandene Instrumentarium, allen voran die große Mühleisenorgel: ein Meisterinstrument, welches ich seitdem versucht habe, in den zahlreichen Orgelmatineen und unterschiedlichen Gottesdiensten angemessen zum Klingen zu bringen. Im neuen Jahr möchte ich mit dem Themenkonzept »Orgel Plus ...« (Instrument oder Singstimme) noch mehr Menschen dafür gewinnen, den wunderbaren Klangfarben und dem tiefen Sinngehalt der Orgelmusik zu lauschen.
Dabei gilt für mich die Überzeugung des Malers Max Beckmann aus dem Jahr 1938: »Die Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung.«
In diesem Sinne ist auch mein integraler Bach-Orgelkonzertzyklus zu verstehen, den ich seit Februar 2017 in der Johanneskirche gestalte und der 2018 seine kontinuierliche Fortsetzung erfährt. Immer wird dabei der interessierte, offene Zuhörer durch konzentrierte Einführungen eingestimmt, soll er doch selbst die Schönheiten dieser großartigen Musik erleben – wie Johann Nikolaus Forkel, Bachs erster Biograph, über die Bach’schen Triosonaten für Orgel schrieb: »Von ihrer Schönheit kann man nicht genug sagen.«
Charakteristisch und vielfältig zugleich ist die Fülle der unterschiedlichen Gottesdienstformen in Zuffenhausen, wenn ich an die vielen Themengottesdienste, mittendrin-Gottesdienste, musikalischen
Gottesdienste, Familiengottesdienste etc. denke, die ich seit her erleben und mitgestalten durfte.
Der größte Schatz sind für mich die Menschen in den kirchenmusikalischen Ensembles: die begeisterungsfähigen SängerInnen der Pauluskantorei, die BläserInnen im Posaunenchor, aber auch die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus, wo ich allwöchentlich ein Singeangebot mache und dieses an die Kinder aus den verschiedenen Nationen und Religionen herantrage; darüber hinaus die alten Menschen im Samariterstift und nicht zuletzt Sie, die Gemeindeglieder an den drei Gottesdienstorten Paulus-, Johannes- und Michaelskirche.
Mein ganzes Engagement und künstlerisch-pädagogisches Können wurde im ersten Amtsjahr von den Menschen reichlich belohnt.
Dafür gilt es, einen herzlichen Dank auszusprechen, und zwar all denjenigen, die im vergangenen Jahr die Proben, Gottesdienste und Konzerte so fleißig und begeistert besucht und damit deutlich gemacht haben, wie wichtig, wie wesentlich, wie wunderbar evangelische Kirchenmusik auch heute – rund 270 Jahre nach Johann Sebastian Bach – Menschen für das Evangelium Jesu Christi zu gewinnen vermag.
So werde ich auch in Zukunft weiter an meiner eigenen Form der Verwirklichung einer »wohlbestellten Kirchenmusik« im Sinne Bachs in Zuffenhausen arbeiten, immer im Dialog mit dem Dekan, den Pfarrern, den kirchenmusikalischen Ensembles und den Kantorenkollegen im Kirchenkreis Stuttgart, mit denen ich zusätzlich noch den Stuttgarter C-Kurs zur Nachwuchsförderung unterrichtend durchführe.
Die große Aufgabenfülle hier in Stuttgart, die Verantwortung für die Gemeinde und das Dekanat im Bereich der Kirchenmusik, der interreligiöse Dialog in Zuffenhausen, die Kooperation mit dem Kirchenkreis, aber auch die dafür notwendige Zeit der inneren Ruhe, kontemplativen Sammlung und eigenen Ausgeglichenheit sind und bleiben für mich auch nach einem Jahr im Amt weiterhin Herausforderung und Chance zugleich, die mein Leben reich machen und erfüllen.
Das gelingt am allerbesten, wenn Sie – egal ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich Mitarbeitende oder auch jedes einzelne Gemeindeglied – mich dabei nach Kräften unterstützen und inspirieren, wie ich es bis dato schon oft erfahren durfte und hoffentlich zukünftig weiter erfahren werde.
Ich schließe meinen Rückblick mit einem Zitat von Johann Sebastian Bach, das den Sinn einer wahren und ausstrahlungskräftigen Kirchenmusik zeitlos umschreibt: »... damit diese eine wohlklingende Harmonie gebe zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüts ...!«
Auf gemeinsames Musizieren – SOLI DEO GLORIA – freut sich

Ihr Kantor Alexander Kuhlo

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016