Adventskonzert des Posaunenchores am Sonntag, den 02. Dezember 2018, um 17.00 Uhr in der Pauluskirche

Es wird mit unserem Kantor und Chorleiter Alexander Kuhlo am Pult in diesem Jahr wieder ein besonderes Posaunenchorkonzert werden.

Er hat wunderschöne Bläserkompositionen aus der Zeit der Alten Meister (M. Franck, J. Eccard, S. Scheidt u.a.), aber auch spätromantische Orgelmusik und moderne Bläsermusik von Christian Sprenger („Es ist ein Ros“), Ingo Bredenbach („Wie soll ich dich empfangen“), ein anglikanisches Christmas Carol („Hark the herald angels“) und amerkanische Weihnachtsklassiker wie „Rudoph the rednoised reindeer“ und das berühmte „One moment in time“ von Whitney Houston für dieses Adventskonzert ausgewählt.

Diese haben wir mit großer Freude erarbeitet, um sie beim Konzert zu präsentieren.

Auch bekannte Advents- und Weihnachtslieder sowie ein Taizé-Kanon („Magnificat“) zum Mitsingen sollen die anwesende Gemeinde aktiv am konzertanten Geschehen teilhaben lassen.

Aber auch Kuhlo selbst wird mit der virtuosen G-Dur-Toccata von Théodore Dubois und der h-Moll-Toccata von Eugène Gigout die „Königin der Instrumente“ in adventlichem Glanz erstrahlen lassen.

Dekanatskantor Alexander Kuhlo

Großes Chor- und Orchesterkonzert am 2. Weihnachtsfeiertag

Die berühmte Hirtenkantate (2. Teil) aus dem weltbekannten »Weihnachtsoratorium« BWV 248 von Johann Sebastian Bach wird in diesem Jahr kombiniert mit dem nahezu vergessenen »Dialogus der Geburt Jesu Christi« des Bach’schen Zeitgenossen und Opernkomponisten Reinhard Keiser, den Bach sehr geschätzt hat und dessen Musik zwar opernhafter, aber deshalb nicht geringer als die des großen Johann Sebastian klingt. Als Intermezzo wird das Doppelkonzert in c-Moll BWV 1060 für Violine, Oboe und Streicher zu hören sein. Ein barocker Ohrenschmaus zum diesjährigen Weihnachtsfest für die ganze Familie und alle Liebhaber klassischer Kirchenmusik!
Es musizieren die Pauluskantorei und das Orchester »Concerto Tübingen « (Konzertmeisterin und Solistin: Benedetta Costantini), gemeinsam mit vier renommierten Gesangssolisten aus Stuttgart und zwei Instrumentalsolisten unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo.

Eintrittskarten sind an der Abendkasse ab 16 Uhr und an den üblichen
Vorverkaufsstellen erhältlich.

Neue SängerInnen, die Freude an klassischer Musik haben, sind ab
dem 27. November in den Chorproben immer dienstags,
20-22 Uhr, im Johanneshof herzlich willkommen – vor allem Männerstimmen!

Auskünfte dazu erteilt gerne Alexander Kuhlo, Tel. 0151-64 62 59 63

GEISTLICHE MUSIK AM EWIGKEITSSONNTAG

ORGEL PLUS ... VIOLONCELLO

DEUTSCH-RUSSISCHE FREUNDSCHAFT IN DER MUSIK --- ORGEL plus VIOLONCELLO in der Reihe "Stuttgarter Orgelmatinée" 139 ---

Am Sonntag, den 11. November 2018, gastiert der russische, in St. Petersburg ausgebildete Cellist Alexander Osovitskiy aus Hannover bei Dekanatskantor Alexander Kuhlo in der Pauluskirche Zuffenhausen, und zwar um 11 Uhr mit einem gut einstündigen Programm mit Musik von J. S. Bach bis D. Schostakowitsch. Die Begrüßung erfolgt durch Pfarrer i. R. Ital Schadewaldt.

Die persönliche und künstlerische Freundschaft zwischen Kuhlo und Osovitskiy findet ihren Niederschlag in Sätzen aus J. S. Bachs Cellosuite in G-Dur, die Osovitskiy solistisch vortragen wird, aber vielmehr noch in gemeinsamen Stücken von D. Schostakowitsch (Cellosonate), G. Fauré (Après un reve), P. Tschaikowsky (Valse sentimentale) und S. Rachmaninoff (die berühmte Vocalise), die differenziert von beiden Künstlern gestaltet werden.

Dekanatskantor Kuhlo ergänzt diese Werke noch mit solistischer russischer Orgelmusik von A. Glasunow (Fantaisie), A. Kurbanov (De Profundis) und dem sinfonischen Stück (Fantaisie in A-Dur) des spätromantischen Nestors der modernen französischen Orgelmusik César Franck, weil gerade dieser russisch-französische Kulturaustausch im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert eine große Rolle gespielt hat.

Ein abwechslungsreiches Programm erwartet alle Orgelfans, die sich auch im Besonderen für russische Musik interessieren, die für Kuhlo nach seiner Konzertreise nach St. Petersburg in die dortige Philharmonie noch mehr ans Herz gewachsen ist.

Der Eintritt ist wie immer frei, die Kirche ab 10.40 Uhr geöffnet und nach dem Konzert wird um eine Spende für die Kirchenmusik in Zuffenhausen gebeten.

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AK 11/2018

Rückblick BENEFIZKONZERT für den „Freundeskreis für Kirchenmusik Stuttgart-Zuffenhausen“ e.V.

Liebe Mitglieder im Freundeskreis für Kirchenmusik,
liebe Musikfreunde,

ein erwartungsvolles Schweigen stellte sich nach dem Ausläuten der Glocken zu Beginn des Benefizkonzerts in der Pauluskirche Stuttgart-Zuffenhausen am vergangenen Samstag, den 13. Oktober ein. Kommt er, oder kommt er nicht?
Als sich dann die Kirchentür öffnete und Ernst-Thilo Kalke den Raum betrat, ging ein freudiges Raunen durch die Pauluskirche und das Konzert konnte beginnen. Bis zuletzt war offen, ob Ernst-Thilo Kalke im hohen Alter von 94 Jahren (gesundheitsbedingt) am Konzert teilnehmen konnte.

Nach der Begrüßung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo, der das Benefizkonzert in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde organisiert hatte und der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Freundeskreises für Kirchenmusik e. V., Hans-Rudolf Krüger, hörten die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm aus dem kompositorischen Schaffen Ernst-Thilo Kalkes.
Auf dem Programm standen Werke für Klavier, Orgel solo, Gesang und Klavier, Violine und Klavier sowie Trompete und Orgel aus versch. Epochen mit den mitwirkenden Künstlern Marit Kuhlo (Sopran), Andrea-Ulrike Schneller (Orgel und Klavier), Ulrike Fromm-Pfeiffer (Violine), Klaus Pfeiffer (Trompete), Alexander Kuhlo (Klavier und Orgel) und Hans-Rudolf Krüger (Orgel).

Allein die Wahl der Titel der Kompositionen wirkte interessant und ließ die zahlreichen Besucher aufhorchen:
"Dream and Reality" (Trompete und Orgel), "When the Angels dance" (Orgel solo), 4 Tangos (Violine und Klavier),"Venezia" (Sopran und Klavier), "Mille Cherubini" (Sopran und Klavier), "A Sunny Day" (Orgel solo), "In der Abendsonne" (Klavier solo) und aus den "Vier Tageszeiten".

Das Publikum konnte ausgezeichnete Interpretationen miterleben und in der feinen Akustik der Pauluskirche hören. Die Musik des Altmeisters Ernst-Thilo Kalke (geb. 1924) sprach unmittelbar an und wurde überstrahlt vom Glanz der Abendsonne, als sich die Künstler beim lang anhaltendem Schlußapplaus unter der Kuppel versammelten und verneigten. Ein Konzert, das nachklingt und lange in Erinnerung bleiben wird.

Herzliche Grüße,

Hans-Rudolf Krüger

BENEFIZKONZERT für den „Freundeskreis für Kirchenmusik Stuttgart-Zuffenhausen“ e.V.

Am Samstag, den 13. Oktober 2018, um 17 Uhr geben sechs Zuffenhäuser Künstler, initiiert von Dekanatskantor Alexander Kuhlo, ein ganz besonderes Konzert ausschließlich mit verschiedensten Werken des Stuttgarter Komponsiten ERNST-THILO KALKE (geb. 1924), der es in unnachahmlicher Weise verstanden hat, klassische Kompositionstechniken mit modernen Stilistiken der Tanzmusik zu verschmelzen und damit ein ganz eigenes Genre anspruchsvoller, aber leicht und beschwingt hörbarer Musik zu schaffen.

Marit Kuhlo (Sopran), Ulrike Fromm-Pfeiffer (Violine), Andrea-Ulrike Schneller (Orgel) sowie die Herren Alexander Kuhlo (Orgel & Klavier), Klaus Pfeiffer (Trompete) und Hans-Rudolf Krüger (Orgel) haben als Programm einen wunderbaren musikalischen Blumenstrauss, angefangen von dem Lied "Venezia" über die "Vier Tangos für Violine und Klavier", zwei schwungvolle Orgelsuiten (z.T. mit fotografischen Illustrationen) bis hin zu dem Klavierstück "In der Abendsonne" und zur Uraufführung der "Vier Stücke für Trompete und Orgel" vorbereitet.

Der Komponist wird an diesem Abend in der Pauluskirche anwesend sein.

Der Erlös dieses ganz besonderern Konzertes soll für die Arbeit des inzwischen zum e.V. gewordenen "Freudeskreises für Kirchenmusik Stuttgart-Zuffenhausen e.V." bestimmt sein, der sich seit seiner Gründung durch Dekanatskantor Hans-Rudolf Krüger der Förderung und Pflege der Kirchenmusik in Zuffenhausen gewidmet hat.

Der Eintritt ist also frei und um Kollekte wird gebeten.

138. Stuttgarter Orgelmatinée – „Orgel PLUS Gesangsduett

Am Sonntag, den 14. Oktober 2018, findet ein neues Konzert der Reihe "Stuttgarter Orgelmatinée" statt und Dekanatskantor Alexander Kuhlo hat dazu ein Vokalduett (Marit Kuhlo, Sopran I und Ibolya Verebics, Sopran II) in die Zuffenhäuser Pauluskirche eingeladen. Damit setzt er seine Idee "ORGEL PLUS..." mit den beiden Sängerinnen fort und hat sich dafür ein exquisites Konzertprogramm mit wunderbaren Vokalwerken der deutschen Romantik in Person des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) ausgesucht.

Duette und Solo-Arien aus den beiden Oratorien Mendelssohns ("Paulus" und "Elias"), der 2. Sinfonie ("Lobgesang") und den häufig auf biblischen Texten basierenden "Duetten", aber auch Orgelmusik des früh verstorbenen Romantikers und Multitalentes (er war auch ein genialer Maler) wie die 2. und 4. Sonate (in c-Moll und B-Dur) aus op. 65 bilden das abwechslungsreiche Programm, welches wie immer mit einem Geistlichen Wort, diesmal von Pfarrer Ital Schadewaldt, eröffnet wird.

Kuhlo begleitet die beiden Sängerinnen sowohl an der Orgel, als auch am Klavier und wird in der 4. Orgelsonate in A-Dur des Liszt-Zeitgenossen August-Gottfried Ritter (1811-1886) zusätzlich alle künstlerischen Möglichkeiten der großen Mühleisen-Orgel in der Zuffenhäuser Pauluskirche ausloten und für Begeisterung für die "Königin der Instrumente" (Mozart) sorgen.

Der Eintritt ist frei und am Ausgang wird um eine Kollekte für die Weiterführung der Konzertreihe gebeten.

Wer hat Lust, Trompete oder Posaune zu spielen?

Nachwuchsbläserausbildung in der Gemeinde – Neueinsteiger sind herzlich willkommen!
Wir bieten interessierten Jugendlichen oder Erwachsenen eine finanziell unterstützte Trompeten- bzw. Posaunenausbildung bei einem Lehrer der Stuttgarter Musikschule (Zuffenhausen) oder einem privaten
Musiklehrer. Damit verbunden ist die Möglichkeit, im Posaunenchor Zuffenhausen mitzuspielen.
Wir gestalten spannende Bläsergottesdienste, auch mit moderner Kirchenmusik, und geben jährlich ein großes Konzert in der Pauluskirche. Wir machen Bläserfahrten und sind eine wunderbare Gemeinschaft…
Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, kann sich für eine »Schnupperstunde « im September anmelden: Dekanatskantor Alexander Kuhlo,
Tel. 0151-64 62 59 63, Alexander.Kuhlo@elkw.de oder
Martin Schaaf, 0172-7 11 09 84, schaaf@schaafgmbh.de
sowie Ulrich Kaunath, 0173-3 28 02 06, kaunath@gmx.de.
Proben: Mittwochs von 20 bis 21.30 Uhr im Ev. Ferienwaldheim,
Lange Allee 8.

Musikalischer Gottesdienst am Sonntag, den 10. Juni 2018

Am Sonntag, den 10. Juni, um 11 Uhr werden in Kooperation mit der „Stuttgarter Musikschule“-Zuffenhausen die beiden Eingangssätze (Kyrie + Gloria) der „Messe 2012“ von Michael Schütz sowie ausgewählte Neue Geistliche Lieder (auch zum Mitsingen) im Gottesdienst mit Pfarrer Dieter Kümel präsentiert.

Die Mitglieder des neuen Chorprojektes stammen aus den Gemeinden im Dekanat Zuffenhausen und sind vor allem Frauen, so dass ein schöner, heller Chorklang zu erwarten ist. Aber auch einige versierte Männerstimmen bilden den klanglichen Backround für die hohen Stimmen.

Das begleitende Orchester (Streichinstrumentalisten) und der Schlagzeuger (der elfjährige Aaron Kretschmer) sind allesamt SchülerInnen der „Stuttgarter Musikschule“ in Zuffenhausen und werden seit April von der Musikschulleiterin Ulrike Fromm-Pfeiffer persönlich in diversen Proben auf diesen musikalischen Höhepunkt vorbereitet. Auch Lehrkräfte der Musikschule unterstützen dieses gelungene Kooperationsprojekt.

Die Musik von Michael Schütz, der in Berlin kirchenmusikalisch tätig ist, vereint in sich traditionelle Elemente der Messkomposition und verbindet diese mit modernen, fetzigen Rhythmen und Klängen, so dass ein interessanter Stilmix entsteht, der wohl viele
HörerInnen erfreuen dürfte.
Wer auf diesen Gottesdienst neugierig geworden ist, sei herzlich willkommen!

Alexander Kuhlo - Mai 2018

BACH-Orgelzyklus in Zuffenhausen wird mit dem achten Konzert fortgesetzt!

Am Pfingstsamstag (19. Mai 2018) um 18 Uhr setzt Dekanatskantor Alexander Kuhlo in der Johanneskirche Zuffenhausen seinen integralen BACH-Orgelzyklus mit dem 8. Konzert und pfingstlicher Orgelmusik J. S. Bachs fort und lädt alle Freunde dieser Orgelmusik zum Zuhören ein.
Sein Ziel ist es, das gewaltige und in seiner Komplexität einzigartige Orgelwerk Bachs im Dekanat Zuffenhausen und darüber hinaus in seiner subjektiven künstlerischen Sichtweise mit den Klang-farben seiner kammermusikalischen PLUM-Orgel zum Klingen zu bringen und die spirituelle Kraft dieser Kunstwerke erfahrbar und erlebbar zu machen.
Gemeinsam mit Pfarrer Volkmar Rupp, der die Begrüßung halten und den Schlusssegen spenden wird, möchte Alexander Kuhlo 10 Minuten vor Beginn im Altarraum eine kleine hilfreiche Einführung in das zu Hörende geben, damit die ZuhörerInnen bewußter die Schönheiten der Musik wahrnehmen und klanglich erleben können.
Nach dem „Dritten Teil der Clavierübung“, den „Toccaten und Fugen“, den „Sechs Triosonaten“, den „Präludien & Fugen I“  sind jetzt am Samstag Orgelwerke zu hören, die auf pfingstlichen Kirchenliedmelodien basieren, z.B. „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ und „Komm, heiliger Geist, Herre Gott“. Das Pfingstfest in der Orgelmusik Bachs, ergänzt durch Stücke für Trompete und Orgel von Bach (Choräle aus den Kantaten 29 und 79) zum Thema „Lob und Dank“ sowie das D-Dur-Trompetenkonzert von Giuseppe Torelli, welches auf den italienischen Einfluß in Bachs Orgelmusik hinweist.
Dieser wirkt sich auch den Konzertbearbeitungen für Orgel aus, die Bach von Werken Antonio Vivaldis und auch seines damaligen Dienstherrn Johann-Ernst Prinz zu Sachsen-Weimar meisterhaft angefertigt hat. Von diesem wird ein Konzert in der pfingstlichen Tonart G-Dur von Alexander Kuhlo mit den Klangfarben der PLUM-Orgel interpretiert, zu hören sein.
Der Solo-Trompeter Frank Schanbacher aus Sindelfingen ist aus gegebenem Anlass der Musizierpartner Kuhlos und wird mit dem festlich-strahlenden Klang seiner Piccolo-Trompete disem Pfingstkonzert seinen besonderen Glanz verleihen.

Der Eintritt ist frei und für die Kirchenmusik wird am Ende des Konzertes eine Kollekte gesammelt.

Alexander Kuhlo - Mai 2018

 

Das erste Kantorenjahr in Gemeinde, Dekanat und Kirchenkreis

»Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.«
Mit Worten des schwäbischen Dichters Eduard Mörike beginne ich in den sonnenglühenden Herbsttagen meinen Rückblick auf das vergangene Jahr gemeinsamen Musizierens in unserer Kirchengemeinde.
Als ich im September 2016 bei Ihnen, liebe Zuffenhäuser Gemeindeglieder, nach fast fünf Jahren als Kreiskantor im ländlichen Westerwald meinen Dienst als neuer Dekanatskantor in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger antrat, traf ich zum einen auf vielfältige berufliche Herausforderungen, aber vor allem auch auf Sie, die musikbegeisterten und musikliebenden Menschen in allen kirchenmusikalischen Ensembles und in der Gemeinde.
Seither strebe ich mit Ihnen bewusst das an, was auch meinem großen Vorbild im Kantorenamt, Johann Sebastian Bach, in seinem »Entwurf einer wohlbestallten Kirchenmusik« von 1730 wichtig war: eine
Kirchenmusik, die sich einerseits an den liturgischen Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen der Menschen in der Gemeinde und den Vorstellungen der vorhandenen Pfarrerschaft orientiert. Aber nicht zuletzt versucht sie auch immer wieder neu, den hohen Qualitätsmaßstäben, für die Bach zeitlebens eingetreten ist, gerecht zu werden.
Ein großer Schatz der Kirchenmusik in Zuffenhausen ist das vorhandene Instrumentarium, allen voran die große Mühleisenorgel: ein Meisterinstrument, welches ich seitdem versucht habe, in den zahlreichen Orgelmatineen und unterschiedlichen Gottesdiensten angemessen zum Klingen zu bringen. Im neuen Jahr möchte ich mit dem Themenkonzept »Orgel Plus ...« (Instrument oder Singstimme) noch mehr Menschen dafür gewinnen, den wunderbaren Klangfarben und dem tiefen Sinngehalt der Orgelmusik zu lauschen.
Dabei gilt für mich die Überzeugung des Malers Max Beckmann aus dem Jahr 1938: »Die Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung.«
In diesem Sinne ist auch mein integraler Bach-Orgelkonzertzyklus zu verstehen, den ich seit Februar 2017 in der Johanneskirche gestalte und der 2018 seine kontinuierliche Fortsetzung erfährt. Immer wird dabei der interessierte, offene Zuhörer durch konzentrierte Einführungen eingestimmt, soll er doch selbst die Schönheiten dieser großartigen Musik erleben – wie Johann Nikolaus Forkel, Bachs erster Biograph, über die Bach’schen Triosonaten für Orgel schrieb: »Von ihrer Schönheit kann man nicht genug sagen.«
Charakteristisch und vielfältig zugleich ist die Fülle der unterschiedlichen Gottesdienstformen in Zuffenhausen, wenn ich an die vielen Themengottesdienste, mittendrin-Gottesdienste, musikalischen
Gottesdienste, Familiengottesdienste etc. denke, die ich seit her erleben und mitgestalten durfte.
Der größte Schatz sind für mich die Menschen in den kirchenmusikalischen Ensembles: die begeisterungsfähigen SängerInnen der Pauluskantorei, die BläserInnen im Posaunenchor, aber auch die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus, wo ich allwöchentlich ein Singeangebot mache und dieses an die Kinder aus den verschiedenen Nationen und Religionen herantrage; darüber hinaus die alten Menschen im Samariterstift und nicht zuletzt Sie, die Gemeindeglieder an den drei Gottesdienstorten Paulus-, Johannes- und Michaelskirche.
Mein ganzes Engagement und künstlerisch-pädagogisches Können wurde im ersten Amtsjahr von den Menschen reichlich belohnt.
Dafür gilt es, einen herzlichen Dank auszusprechen, und zwar all denjenigen, die im vergangenen Jahr die Proben, Gottesdienste und Konzerte so fleißig und begeistert besucht und damit deutlich gemacht haben, wie wichtig, wie wesentlich, wie wunderbar evangelische Kirchenmusik auch heute – rund 270 Jahre nach Johann Sebastian Bach – Menschen für das Evangelium Jesu Christi zu gewinnen vermag.
So werde ich auch in Zukunft weiter an meiner eigenen Form der Verwirklichung einer »wohlbestellten Kirchenmusik« im Sinne Bachs in Zuffenhausen arbeiten, immer im Dialog mit dem Dekan, den Pfarrern, den kirchenmusikalischen Ensembles und den Kantorenkollegen im Kirchenkreis Stuttgart, mit denen ich zusätzlich noch den Stuttgarter C-Kurs zur Nachwuchsförderung unterrichtend durchführe.
Die große Aufgabenfülle hier in Stuttgart, die Verantwortung für die Gemeinde und das Dekanat im Bereich der Kirchenmusik, der interreligiöse Dialog in Zuffenhausen, die Kooperation mit dem Kirchenkreis, aber auch die dafür notwendige Zeit der inneren Ruhe, kontemplativen Sammlung und eigenen Ausgeglichenheit sind und bleiben für mich auch nach einem Jahr im Amt weiterhin Herausforderung und Chance zugleich, die mein Leben reich machen und erfüllen.
Das gelingt am allerbesten, wenn Sie – egal ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich Mitarbeitende oder auch jedes einzelne Gemeindeglied – mich dabei nach Kräften unterstützen und inspirieren, wie ich es bis dato schon oft erfahren durfte und hoffentlich zukünftig weiter erfahren werde.
Ich schließe meinen Rückblick mit einem Zitat von Johann Sebastian Bach, das den Sinn einer wahren und ausstrahlungskräftigen Kirchenmusik zeitlos umschreibt: »... damit diese eine wohlklingende Harmonie gebe zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüts ...!«
Auf gemeinsames Musizieren – SOLI DEO GLORIA – freut sich

Ihr Kantor Alexander Kuhlo

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016