Adventszeit und Weihnachten mit dem Posaunenchor

Musikalische Matinée am 8. November 2020 in der Pauluskirche - ORGELRECITAL – Musikalische Matinée zum 130. Todestag von César Franck (1822-1890) – die DREI CHORÄLE für Orgel in Zuffenhausen

Kantor Alexander Kuhlo, der Meisterschüler des großen französischen Organisten Prof. Daniel Roth an St. Sulpice (Paris) war, erinnert an César Franck (1822-1890), den Vater der modernen französisch-sinfonischen Orgelmusik, mit einem großen Orgelrecital, in welchem er die letzten Kompositionen Francks für sein Instrument, die „Trois Chorals“ in E-Dur, h-Moll und a-Moll aus dem Jahre 1890, an der Mühleisen-Orgel künstlerisch gestalten wird. Diese organistische Weltliteratur

Dieses Konzert im Rahmen der Reihe der „Musikalischen Matinée“ dauert ca. 50 Minuten.

Zu Beginn gibt Kantor Kuhlo eine kurze Einführung in die Musik und liest einen Psalm.

Der Eintritt ist frei – Reservierungen im Vorfeld sind nicht notwendig.

Musikalischer Gottesdienst am 1. November 2020 mit Kai Preußker (Bariton) und Liedern von Robert Schumannin der Pauluskirche

Ein besonderer musikalisch ausgestalteter Gottesdienst haben der Stuttgarter Bariton Kai Preußker und Kantor Alexander Kuhlo in Zuffenhausen für Sonntag, den 1. November um 11 Uhr in der Pauluskirche vorbereitet.

Aus dem berühmten Eichendorff-Liederkreis op. 39 haben die Musiker gemeinsam mit Pfarrer Dieter Kümmel einige Lieder, die sich zu existenziellen Themen des Menschen künstlerisch äußern (Liebe, Tod, Vergänglichkeit, Sehnsucht), für den Gottesdienst ausgewählt, in welchem auch eine Taufe stattfinden wird.

Im Wechselspiel zwischen Wort, Liturgie und Musik entsteht damit ein harmonisches Ganzes, eine echte Gemeinschaft von Kunst und Religion, wie sie wohl schon dem Komponisten Robert Schumann vorgeschwebt haben könnte.

Herzliche Einladung!

Basstrompete & Orgel – ein Highlight im Rahmen der Zuffenhäuser Matinéekonzerte – am 18. Oktober 2020 um 11 Uhr in der Pauluskirche

Endlich ist es soweit ---
die traditionelle Konzertreihe am Sonntagmorgen 11 Uhr in der herrlichen Akustik der Zuffenhäuser Pauluskirche wird mit einem neuen Konzert fortgesetzt, in welchem Kantor Alexander Kuhlo zusammen mit seinem Bläserkollegen Christof Schmidt, der u.a. auch als Bläserreferent in Stuttgart wirkt, ein abwechslungsreiches Programm für Basstrompete (ein Unikum unter den Blechblasinstrumenten!) und Orgel zum Klingen bringen wird.

Auf dem Programm stehen Werke von der Barockzeit (G. F. Händel, Concertino F-Dur) über die Spätromantik (Romanze von C. Saint-Saens) bis hin zur Moderne in Form einer Choralfantasie über des bekannte Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, die sinnvoll von Orgelwerken von F. Couperin, E. Elgar und J. Alain (Litanies) kurz interpunktiert werden.

Dadurch ist ein farbiger Wechsel garantiert, der keine Langeweile aufkommen lässt, und die Zuhörer*innen haben das besondere Erlebnis, den Klang von drei verschiedenen Basstrompeten in unterschiedlichen Grundstimmungen kennen und lieben zu lernen. Christof Schmidt wird zwischendurch auch kurz etwas zur Geschichte und Charakteristik seiner Instrumente erklären, worauf man schon gespannt sein darf.

Die Länge des Konzertes beträgt ca. 45-50 Minuten und der Eintritt ist frei – eine Spende zur Fortführung der Konzertreihe wird am Ausgang erbeten.

Die Platzanzahl in der Pauluskirche ist wegen der Coronapandemie begrenzt (max. 80 Plätze), so dass sich eine vorherige Anmeldung bei Kantor Kuhlo per Mail (Alexander.Kuhlodontospamme@gowaway.elkw.de) lohnt und erbeten wird. Im Übrigen wird auf die genaue Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen geachtet. Eine Dokumentationsliste liegt am Eingang zum Eintrag bereit.

Kantor Alexander Kuhlo im Oktober 2020

 

 

SOMMERKONZERTE MIT DVORÁKS SINFONIE „AUS DER NEUEN WELT“ IN ZUFFENHAUSEN

Als besonderes musikalisches Highlight vor den Sommerferien gestaltet Dekanatskantor Alexander Kuhlo (Orgel) gemeinsam mit Dekanin Elke Dangelmaier-Vincon an zwei Sonntagen (26.7. und 2.8., jeweils 19 Uhr in der Pauluskirche) „Sommerkonzerte“ in begrenztem zeitlichen Umfang, zu denen hiermit eingeladen wird.

Auf dem Programm wird nach dem Turmblasen des Zuffenhäuser Posaunenchores um 19 Uhr und einer Hinführung zum musikalischen Programm durch Dekanin Dangelmaier-Vincon Musik des großen tschechischen Komponisten ANTONÍN DVORÁK (1841-1904) stehen, und zwar die bekannte und beliebte Sinfonie Nr. 9 in e-Moll „Aus der Neuen Welt“, in einer Bearbeitung für Orgel - aufgeteilt auf zwei Konzerte.

Ergänzend dazu erklingt am ersten Termin 26.7. ein „Slawischer Tanz“ in e-Moll, bearbeitet für Orgel von A. Kuhlo, und beim zweiten Termin am 2.8. der langsame zweite Satz des Cellokonzertes h-Moll von Dvorák, gespielt vom russischen Cellisten Alexander Osovitskiy (Hannover), der auch bei der Sinfonie mitspielen wird.

Somit sind beide Konzerte zeitlich auf max. 45 Minuten begrenzt und es gelten die Schutzbestimmungen der Landeskirche in Corona-Zeiten, auf deren Umsetzung genauestens geachtet werden wird.

Der Eintritt ist frei, aber die Anzahl der Plätze begrenzt, so dass ein frühzeitiges Kommen empfohlen wird – Anmeldungen im Vorfeld sind leider nicht möglich. Die Kollekte ist für die Kirchenmusik in der Gemeinde bestimmt.

 

AK 07/2020

Serenaden-Konzert mit Mitgliedern des SWR-Symphonieorchesters in der Pauluskirche am 19.7. 2020

„FÜR EUCH DA #zusammenhalten“ unter diesem Motto spielt das SWR Symphonieorchester in der Coronakrise für seine Zuhörer am Radio, vor Ort in Pflegeeinrichtungen, im direkten Kontakt bei den 1:1 Concerts und für seine Online- und Fernsehzuschauer.

Auf der Konzertbühne mit Publikum im Saal wird das Orchester aber erst wieder im September stehen.

Eine kulturelle Durststrecke vor allem für diejenigen, die seit Jahren dem Orchester eng verbunden sind. Für die Mitglieder seines Fördervereins bietet das SWR Symphonieorchester daher eine besondere Aktion an: Serenaden-Konzerte live im Garten der Freunde und Förderer des Orchesters.

Dekanatskantor Alexander Kuhlo ist langjähriges Mitglied des Fördervereins. Er möchte dieses musikalische Erlebnis nicht nur privat genießen, sondern gerne mit vielen Menschen teilen.

Darum findet das halbstündige Serenaden-Konzert am Sonntag, den 19.7.2020 um 18 Uhr für die Mitglieder der Kirchenmusikensembles und weitere Gemeindemitglieder neben der Pauluskirche im Freien statt.

Es spielt ein Quartett des SWR Symphonieorchesters in der Besetzung Christina Singer (Flöte), Gesa Jenne-Dönneweg (Violine), N.N. (Viola) und Wolfgang Düthorn (Violoncello).

Es wird empfohlen, rechtzeitig zu kommen, da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist. Aber auch vom Emil-Schuler-Platz aus sind die wunderbaren Klänge der vier Profimusiker sicher auch von Ferne zu genießen. Im Anschluss besteht noch Gelegenheit zum Gespräch mit den Künstlern.
 

Kantor Alexander Kuhlo /Jasmin Bachmann (SWR) – Juli 2020

Kirchenmusik in Corona-Zeiten: "Sich in Demut üben"

In unserer Kirchenmusik gab es bis Anfang März ein ständiges Angebot von attraktiven und qualitätsvollen Chor- und Bläserprojekten, Orgelkonzerten und Gottesdiensten.
Und dann der Schock: »Nichts geht mehr.«
Plötzlich hat ein winziges Virus das gesamte gesellschaftliche Leben lahmgelegt und ich bin gezwungen, geplante Gottesdienste und Konzerte, Proben mit Kantorei und Posaunenchor sowie meine Unterrichtstätigkeit abzusagen. Ich habe mit mit großem Bedauern Orchester und Solisten für Karfreitag und Sommerserenade und auch die beliebten Matinéekonzerte abgesagt. Das war eine herbe Enttäuschung für mich, aber vor allem auch für die vielen Menschen, die sich in der Kirchenmusik unserer Gemeinde engagieren.

Aber jede Krise setzt auch positive Seiten frei:
BläserInnen des Posaunenchores blasen täglich um 19 Uhr vom Kirchturm der Pauluskirche einen Choral! Diese Aktion erfreut sich bester Resonanz – ein Lob und Dank dem Posaunenchor!
Auch ich als Organist hätte gerne mit Livestreams oder Videoaufnahmen tröstliche Musikstücke in die Gemeinde geschickt, aber aus rechtlichen Erwägungen ist dies nicht möglich.
Ich konnte mich aber bei den Videogottesdiensten als Musiker aktiv einbringen, die eine ganz eigene Qualität aufweisen und gerne von den Gemeindegliedern mitgefeiert werden. Auch zwei Bläser des Posaunen chores waren am Ostersonntag mit von der Partie. Das sollte auch nach Corona nicht aufgegeben werden – insbesondere für ältere Menschen, die gerne von Zuhause aus an unseren Gottesdiensten teilhaben wollen.
Ein Kompositionsauftrag zur Bläserarbeit unserer Landeskirche zu Lied EG 351 »Ist Gott für mich, so trete ...« für ein neues landeskirchliches Bläserheft, weiterführende häusliche Orgel- und Klavierstudien an Flügel und Hausorgel für spätere musikalische Projekte in der Gemeinde, aber auch Abarbeiten von wichtigen organisatorischen Formalitäten – wie das Erstellen einer Adressdatei mit Infos über die kirchenmusikalischen Ensembles und deren LeiterInnen im Dekanat – helfen mir, nicht untätig zu bleiben, und damit das eigene Selbstverständnis zu stärken.
Dietrich Bonhoeffer schreibt:
»Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.«
Genau das habe ich in den letzten Wochen versucht, und in diesem Sinne versuche ich dies auch weiterhin.
Die Corona-Krise macht mir persönlich deutlich, dass wir uns trotz aller Fortschritte in Wissenschaft und Technik, über die wir heute verfügen, stets in Demut und Ehrfurcht üben sollten vor dem Geheimnis der Schöpfung und des Lebens, d.h. uns als Ebenbilder Gottes in der alleinigen Bindung an Gott, der Mensch geworden ist in Jesus Christus, zu verstehen und danach zu leben.

Kantor Alexander Kuhlo

Das erste Kantorenjahr in Gemeinde, Dekanat und Kirchenkreis

»Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.«
Mit Worten des schwäbischen Dichters Eduard Mörike beginne ich in den sonnenglühenden Herbsttagen meinen Rückblick auf das vergangene Jahr gemeinsamen Musizierens in unserer Kirchengemeinde.
Als ich im September 2016 bei Ihnen, liebe Zuffenhäuser Gemeindeglieder, nach fast fünf Jahren als Kreiskantor im ländlichen Westerwald meinen Dienst als neuer Dekanatskantor in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger antrat, traf ich zum einen auf vielfältige berufliche Herausforderungen, aber vor allem auch auf Sie, die musikbegeisterten und musikliebenden Menschen in allen kirchenmusikalischen Ensembles und in der Gemeinde.
Seither strebe ich mit Ihnen bewusst das an, was auch meinem großen Vorbild im Kantorenamt, Johann Sebastian Bach, in seinem »Entwurf einer wohlbestallten Kirchenmusik« von 1730 wichtig war: eine
Kirchenmusik, die sich einerseits an den liturgischen Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen der Menschen in der Gemeinde und den Vorstellungen der vorhandenen Pfarrerschaft orientiert. Aber nicht zuletzt versucht sie auch immer wieder neu, den hohen Qualitätsmaßstäben, für die Bach zeitlebens eingetreten ist, gerecht zu werden.
Ein großer Schatz der Kirchenmusik in Zuffenhausen ist das vorhandene Instrumentarium, allen voran die große Mühleisenorgel: ein Meisterinstrument, welches ich seitdem versucht habe, in den zahlreichen Orgelmatineen und unterschiedlichen Gottesdiensten angemessen zum Klingen zu bringen. Im neuen Jahr möchte ich mit dem Themenkonzept »Orgel Plus ...« (Instrument oder Singstimme) noch mehr Menschen dafür gewinnen, den wunderbaren Klangfarben und dem tiefen Sinngehalt der Orgelmusik zu lauschen.
Dabei gilt für mich die Überzeugung des Malers Max Beckmann aus dem Jahr 1938: »Die Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung.«
In diesem Sinne ist auch mein integraler Bach-Orgelkonzertzyklus zu verstehen, den ich seit Februar 2017 in der Johanneskirche gestalte und der 2018 seine kontinuierliche Fortsetzung erfährt. Immer wird dabei der interessierte, offene Zuhörer durch konzentrierte Einführungen eingestimmt, soll er doch selbst die Schönheiten dieser großartigen Musik erleben – wie Johann Nikolaus Forkel, Bachs erster Biograph, über die Bach’schen Triosonaten für Orgel schrieb: »Von ihrer Schönheit kann man nicht genug sagen.«
Charakteristisch und vielfältig zugleich ist die Fülle der unterschiedlichen Gottesdienstformen in Zuffenhausen, wenn ich an die vielen Themengottesdienste, mittendrin-Gottesdienste, musikalischen
Gottesdienste, Familiengottesdienste etc. denke, die ich seit her erleben und mitgestalten durfte.
Der größte Schatz sind für mich die Menschen in den kirchenmusikalischen Ensembles: die begeisterungsfähigen SängerInnen der Pauluskantorei, die BläserInnen im Posaunenchor, aber auch die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus, wo ich allwöchentlich ein Singeangebot mache und dieses an die Kinder aus den verschiedenen Nationen und Religionen herantrage; darüber hinaus die alten Menschen im Samariterstift und nicht zuletzt Sie, die Gemeindeglieder an den drei Gottesdienstorten Paulus-, Johannes- und Michaelskirche.
Mein ganzes Engagement und künstlerisch-pädagogisches Können wurde im ersten Amtsjahr von den Menschen reichlich belohnt.
Dafür gilt es, einen herzlichen Dank auszusprechen, und zwar all denjenigen, die im vergangenen Jahr die Proben, Gottesdienste und Konzerte so fleißig und begeistert besucht und damit deutlich gemacht haben, wie wichtig, wie wesentlich, wie wunderbar evangelische Kirchenmusik auch heute – rund 270 Jahre nach Johann Sebastian Bach – Menschen für das Evangelium Jesu Christi zu gewinnen vermag.
So werde ich auch in Zukunft weiter an meiner eigenen Form der Verwirklichung einer »wohlbestellten Kirchenmusik« im Sinne Bachs in Zuffenhausen arbeiten, immer im Dialog mit dem Dekan, den Pfarrern, den kirchenmusikalischen Ensembles und den Kantorenkollegen im Kirchenkreis Stuttgart, mit denen ich zusätzlich noch den Stuttgarter C-Kurs zur Nachwuchsförderung unterrichtend durchführe.
Die große Aufgabenfülle hier in Stuttgart, die Verantwortung für die Gemeinde und das Dekanat im Bereich der Kirchenmusik, der interreligiöse Dialog in Zuffenhausen, die Kooperation mit dem Kirchenkreis, aber auch die dafür notwendige Zeit der inneren Ruhe, kontemplativen Sammlung und eigenen Ausgeglichenheit sind und bleiben für mich auch nach einem Jahr im Amt weiterhin Herausforderung und Chance zugleich, die mein Leben reich machen und erfüllen.
Das gelingt am allerbesten, wenn Sie – egal ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich Mitarbeitende oder auch jedes einzelne Gemeindeglied – mich dabei nach Kräften unterstützen und inspirieren, wie ich es bis dato schon oft erfahren durfte und hoffentlich zukünftig weiter erfahren werde.
Ich schließe meinen Rückblick mit einem Zitat von Johann Sebastian Bach, das den Sinn einer wahren und ausstrahlungskräftigen Kirchenmusik zeitlos umschreibt: »... damit diese eine wohlklingende Harmonie gebe zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüts ...!«
Auf gemeinsames Musizieren – SOLI DEO GLORIA – freut sich

Ihr Kantor Alexander Kuhlo

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016