FAMILIENKONZERT mit fetziger Orgelmusik und tollen neuen Kirchenliedern zum Mitsingen

Die Kirchengemeinde Neuwirtshaus bietet am Donnerstag, den 9. Mai 2019, um 19 Uhr in der Michaelskirche ein einmaliges FAMILIENKONZERT zum Genießen und Mitsingen mit Orgelmusik aus dem "Swing- und Jazz-Orgelbüchlein" des bekannten Komponisten Johannes-Matthias Michel an.

Gemeinsam mit Pfarrer Volkmar Rupp gestaltet Dekanatskantor Alexander Kuhlo an der Walcker-Orgel und am Klavier im Altarraum der Michaelskirche ein lockeres Familienkonzert, insbesondere für junge Familien mit Kindern, aber auch Junggebliebene, die Freude an  moderner, rhythmisch profilierter Orgelmusik haben und gerne Singen, denn es gibt in der Landeskirche ein neues Liederbuch WOWIDILO Plus ("Wo wir dich loben...") mit tollen Liedern zum Mitsingen, die Kantor Kuhlo bei diesem Konzert anleiten und begleiten wird.

Alle, die Freude an etwas anderer Orgelmusik haben und gerne spontan singen, sind herzlich eingeladen; auch spontane Liedwünsche können gerne berücksichtigt werden.

Der Eintritt ist frei, jede(r) darf kommen und mitmachen - am Ausgang sammeln wir für die Zuffenhäuser Kirchenmusik.

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AK Mai 2019

Orgelwerkstatt RUSSLAND - Stuttgarter Matinée in der Pauluskirche Zuffenhausen

Im Rahmen der Konzertreihe am Sonntagvormittag in Zuffenhausen (Pauluskirche, 11 Uhr, Dauer: max. eine Stunde) bietet Dekanatskantor Alexander Kuhlo zusammen mit der russischen, in Rot lebenden Pianistin Evgenia Sheykhet eine abwechslungsreiche "Orgelwerkstatt" (mit zusätzlichen ausgewählten Kalvierstücken) am Sonntag, den 05. Mai um 11 Uhr in der Pauluskirche Zuffenhausen an.

Um eine kleine Vorstellung von dem musikalischen Reichtum der russischen Musik anhand besonderer Beispiele geben zu können, moderiert, erläutert und interpretiert Kuhlo an der großen Mühleisen-Orgel Werke von A. Goedicke, I. Rekhin, P. Tschaikowski und G. Muschel.

Die Klavierstücke von M. Glinka ("Die Lerche"), S. Rachmaninoff (gis-Moll-Prélude) und S. Prokofiev (Scherzo aus der 2. Sonate) ergänzen das Orgelprogramm auf das Beste und sorgen zugleich für die nötige Abwechslung.

Ein anschließender Besuch auf der Orgelempore dient zur Beantwortung von Fragen, die aus dem Publikum kommen, und gibt Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch.

Der Eintritt ist frei und die Spenden dienen zur Finanzierung der traditionellen Konzertreihe, die in ganz Stuttgart einen guten Ruf genießt.

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Alexander Kuhlo im April 2019

PASSIONSKONZERT am Karfreitag, den 19. April 2019 um 19 Uhr in der Pauluskirche

Gemeinsam mit seiner Pauluskantorei und dem Orchester "CONCERTO TÜBINGEN" hat Dekanatskantor Alexander Kuhlo auch in diesem Jahr wieder ein spannnendes und vielseitiges musikalisches Konzertprogramm unter dem lateinischen Titel "Tristis est anima mea" (Betrübt ist meiner Seele...) zusammengestellt.

In einer Passionsmusik am Karfreitag werden in der Pauluskirche vornehmlich unbekannte Passionskompositionen zur Aufführung kommen, die sich dem klanglichen Ausdruck des Geheimnisses von Tod und Auferstehung Jesu Christi widmen.

Nach einem tiefgründigen, von Kuhlos Amtsvorgänger Hans-Rudolf Krüger gespielten Orgelwerk Johann Sebastian Bachs (Fantasie und Fuge in c-Moll BWV 562) singt die Pauluskantorei zunächst eine fünfstimmige Motette mit Generalbass von Bachs Amtsvorgänger Johann Kuhnau und interpretiert im Anschluss das Hauptwerk des Konzertes, das Passionsoratorium "Das Sühnopfer des neuen Bundes" von Carl Loewe, der berühmt für seine Liedballaden geworden ist, die einen festen Platz in der Musikgeschichte haben.

Kantor Kuhlo hat dieses Werk dramaturgisch gestrafft und mit Textlesungen interpunktiert, die Pfarrer Volkmar Rupp lesen wird. Die Begleitung des Chore erfolgt ganz schlicht mit Streichinstrumenten und Orgel. Auch die vier Gesangssolisten/innen des Abends (Marit Kuhlo, Sopran/Lucy Williams, Alt/Alexeij Shestov, Tenor/Kai Preußker, Bass) haben hier wunderbare Arien und Rezitative zu singen, die den trauernden Ausdruck der Texte voll hervorheben. ES handelt sich bei diesem Stück um ein Werk des "musikalischen Biedermeier".

Mit dieser Streicherbesetzung arbeitet auch Opernmeister Giacomo Puccini in seiner frühen Streicherelegie "Crisantemi" (Chrysanthemen als Symbol für den Tod), deren Klänge später in die Musik von Puccinis erster Erfolgsoper "Manon Lescaut" eingeflossen sind.

Den Abschluss bilden dann zwei Werke für Chor, Viola, Orgel und Kontrabass, zum einen eine eigene Komposition des Pauluskirchenkantors über Psalm 22 ("Via Dolorosa") und als Schlusspunkt das kleine, aber fein komponierte "Requiem" von Puccini aus dem Jahr 1905, welches er anlässlich des 4. Todestages von Giuseppe Verdi geschrieben hat, so dass das Konzert mit Klängen der Totenmesse (Requiem aeternam...) zart und dunkel ausklingt.

Dieses feinsinnige, eher kammermusikalisch anmutende Programm mit seinen Kostbarkeiten vom 17. bis 21. Jahrhundert bildet einen interessanten Gegensatz bzw. Ergänzung zu den alljährlichen Großaufführungen der Bach´schen Passionen und ähnlichlich groß dimensionierten Werken in Stuttgart über das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu Christi.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf im Weltladen Zuffenhausen (Besigheimer Straße 19), per Mail bei Kantor Kuhlo (Alexander.Kuhldontospamme@gowaway.elkw.de) und an der Abendkasse (ab 18.15 Uhr) für 12 € (10 € ermäßigt, 5 € für Bonuscard-Inhaber) erhältlich.

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Alexander Kuhlo 04/2019

Großer Blechbläsertag am 16. Februar 2019 - Kuhlo mit Kuhlo "Wer war Johannes Kuhlo?"

Gemeinsam mit ca. 90 Bläserinnen und Bläsern aus der ganzen württembergischen Landeskirche hat sich Dekanatskantor Alexander Kuhlo, der Urenkel Johannes Kuhlos (1856-1941), am vergangenen Sonnabend auf „historisch-klangliche Spurensuche“ mit Instrumenten der Kuhlo-Zeit (vornehmlich Instrumente der Hornfamilie) begeben, und zwar beim Bläserworkshop und Abschlusskonzert in der Gaisburger Kirche Stuttgart, die durch ihre besondere Jugenstilarchitektur und die hervorragende Akustik dafür bestens geeignet war.

Angeregt und organisiert wurde diese Veranstaltung des Bläserreferates des Evangelischen Kirchenkreises Stuttgart von Bläserreferent Christof Schmidt, der diese Idee bereits 2015 hatte und nun mit dem Urenkel Kuhlos, der seit 2016 Dekanatskantor in Zuffenhausen ist, in die Tat umgesetzt hat. Schmidt hat sogar nach dem Vorbild Kuhlos ein „Stuttgarter Kuhlo-Hornsextett“ aus Profibläsern für diesen Tag zusammengestellt und Pfarrer Dr. Wolfgang Schnabel eingeladen, in einem Fachvortrag der Frage nachzugehen: „Wer war und ist eigentlich Johannes Kuhlo?“

Er gehörte mit seinem Vater Eduard Kuhlo (beide hervorgegangen aus der damaligen Erweckungsbewegung im Ravensberger Land) zu den Pionieren der kirchlichen Bläserarbeit und des Posaunenchorwesens. Und dazu ist zu bemerken, dass der Evangelische Posaunendienst in Deutschland weit über 100.000 Bläserinnen und Bläser unter seinem Dach beherbergt.

Durch ein tolles und abwechslungsreiches Programm führte der Experte Dr. Schnabel mit Fachkompetenz, Prägnanz und Humor und referierte zu den unterschiedlichen musikalischen Formen und Hintergründen der Bläsersätze Johannes Kuhlos, ging aber auch (wie auch der Geschäftsführer des EJUS, Jörg Tietze, in seinem Grußwort) offen mit der „braunen Vergangen-heit“ um (Kuhlo war schon seit 1932 Mitglied der NSDAP und spielte vor Hitler auf dem Ober-salzberg). Daneben steht die unbestrittene Lebensleistung Kuhlos für die Bläserarbeit, aber auch die politische Verirrung im Dritten Reich gehört eben zur Persönlichkeit Johannes Kuhlos dazu.

Ein offener und kritischer Umgang mit diesem Schatten auf Johannes Kuhlos Biografie ist auch ganz im Sinne des Urenkels Alexander Kuhlo, der die musikalische Leitung des Tages innehatte und die Bläserinnen und Bläser auf den historischen Klang seines Urgroßvaters und die Feinheiten seiner Bläsersätze einschwor.

Das „Stuttgarter Kuhlo Horn-Sextett“ (Johanna Hirschmann, Klaus Pfeiffer, Florian Schiessler, Martin Volle, Christof Schmidt, Corinna Dengler) ergänzte das Programm des Tuttichores in kammermusikalischer Weise mit passend aufeinander abgestimmten, abwechslungsreichen Bläsersätzen Kuhlos und mit der Uraufführung der Komposition „In Memoriam Johannes Kuhlo“ aus dem Jahr 2016 von Alexander Kuhlo, die mit ihrer modernen, aber gut hörbaren Tonsprache und dem Bezug auf bestimmte Choräle, die Johannes Kuhlo sehr schätzte, besonderen Eindruck bei vielen Zuhörern hinterließ.

Alles in allem ein großer Tag der Evangelischen Posaunenchorbewegung der auch von Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke mit Dank bedacht und mit Begeisterung aufgenommen wurde!

Viele der anwesenden und für diesen Tag extra nach Stuttgart angereisten Bläserinnen und Bläser wünschen sich eine Fortsetzung in naher Zukunft.                                                   

Prof. Dr. Werner Merten (Hannover)

Bach um sechs 2019, Konzert X des BACH-Orgelzyklus am Samstag, den 2.2.2019 um 18 Uhr in der Johanneskirche

Nach der Unterbrechung im Sommer letzten Jahres startet Dekanatskantor Alexander Kuhlo nun wieder mit der Fortsetzung seines großen BACH-Orgelzyklus am Samstag. den 2. Februar 2019 um 18 Uhr in der Johanneskirche und hat für dieses 10. Konzert drei große, jeweils gut viertelstündige Orgelwerke aus Bachs Leipziger Thomaskantorenzeit dafür ausgewählt, die allesamt in Molltonarten stehen (c-Moll, e-Moll, h-Moll) und sich durch Meisterschaft in Virtuosität und Ausdruck, aber auch an theologischem Gehalt auszeichnen.

Bach wurde und wird von seinen Exegeten immer gerne als der "fünfte Evangelist" bezeichnet, weil seine Musik (insbesondere seine Orgelmusik) neben einem tiefgehenden musikalischen Genuß, auch theologische Inhalte verkündet, in diesem Fall eindrucksvolle Verklanglichungen des Passionsgeschehens, d.h. es sind Kunstwerke, die das Geheimnis des christlichen Glaubens, nämlich das Wunder von Jesu Christi Leiden, Tod und Auferstehung, zum Klingen bringen und erfahrbar machen. In dieser Großartigkeit ist ihre Wirkung auf den Zuhörer monumental und sogar kolossal im besten Sinne zu nennen.

Jeder an dieser musikalisch-religiösen Aussage Interesse verspürt und in die trotz allen musikalische Schmerzes immer wunderbar zu hörenden Klangfluten des Bach´schen Meeres (Beethoven-Zitat: Nicht Bach, sondern Meer müsste er heißen!) eintauchen möchte, ist am Samstag in der Johanneskirche willkommen. Kantor Kuhlo wird die Farben der Plum-Orgel so zu mischen verstehen, wie es dem gewaltigen Duktus dieser späten Orgelmusik J. S. Bachs entspricht und gebührt.

Pfarrerin Sarah Schindler wird die Begrüßung für die Gemeinde übernehmen, sowie einen kurzen geistlichen Impuls in diesem inhaltlichen Kontext vortragen.

Der Eintritt ist frei - eine Kollekte für die Kirchenmusik wird am Ausgang erbeten!

Das erste Kantorenjahr in Gemeinde, Dekanat und Kirchenkreis

»Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.«
Mit Worten des schwäbischen Dichters Eduard Mörike beginne ich in den sonnenglühenden Herbsttagen meinen Rückblick auf das vergangene Jahr gemeinsamen Musizierens in unserer Kirchengemeinde.
Als ich im September 2016 bei Ihnen, liebe Zuffenhäuser Gemeindeglieder, nach fast fünf Jahren als Kreiskantor im ländlichen Westerwald meinen Dienst als neuer Dekanatskantor in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger antrat, traf ich zum einen auf vielfältige berufliche Herausforderungen, aber vor allem auch auf Sie, die musikbegeisterten und musikliebenden Menschen in allen kirchenmusikalischen Ensembles und in der Gemeinde.
Seither strebe ich mit Ihnen bewusst das an, was auch meinem großen Vorbild im Kantorenamt, Johann Sebastian Bach, in seinem »Entwurf einer wohlbestallten Kirchenmusik« von 1730 wichtig war: eine
Kirchenmusik, die sich einerseits an den liturgischen Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen der Menschen in der Gemeinde und den Vorstellungen der vorhandenen Pfarrerschaft orientiert. Aber nicht zuletzt versucht sie auch immer wieder neu, den hohen Qualitätsmaßstäben, für die Bach zeitlebens eingetreten ist, gerecht zu werden.
Ein großer Schatz der Kirchenmusik in Zuffenhausen ist das vorhandene Instrumentarium, allen voran die große Mühleisenorgel: ein Meisterinstrument, welches ich seitdem versucht habe, in den zahlreichen Orgelmatineen und unterschiedlichen Gottesdiensten angemessen zum Klingen zu bringen. Im neuen Jahr möchte ich mit dem Themenkonzept »Orgel Plus ...« (Instrument oder Singstimme) noch mehr Menschen dafür gewinnen, den wunderbaren Klangfarben und dem tiefen Sinngehalt der Orgelmusik zu lauschen.
Dabei gilt für mich die Überzeugung des Malers Max Beckmann aus dem Jahr 1938: »Die Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung.«
In diesem Sinne ist auch mein integraler Bach-Orgelkonzertzyklus zu verstehen, den ich seit Februar 2017 in der Johanneskirche gestalte und der 2018 seine kontinuierliche Fortsetzung erfährt. Immer wird dabei der interessierte, offene Zuhörer durch konzentrierte Einführungen eingestimmt, soll er doch selbst die Schönheiten dieser großartigen Musik erleben – wie Johann Nikolaus Forkel, Bachs erster Biograph, über die Bach’schen Triosonaten für Orgel schrieb: »Von ihrer Schönheit kann man nicht genug sagen.«
Charakteristisch und vielfältig zugleich ist die Fülle der unterschiedlichen Gottesdienstformen in Zuffenhausen, wenn ich an die vielen Themengottesdienste, mittendrin-Gottesdienste, musikalischen
Gottesdienste, Familiengottesdienste etc. denke, die ich seit her erleben und mitgestalten durfte.
Der größte Schatz sind für mich die Menschen in den kirchenmusikalischen Ensembles: die begeisterungsfähigen SängerInnen der Pauluskantorei, die BläserInnen im Posaunenchor, aber auch die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus, wo ich allwöchentlich ein Singeangebot mache und dieses an die Kinder aus den verschiedenen Nationen und Religionen herantrage; darüber hinaus die alten Menschen im Samariterstift und nicht zuletzt Sie, die Gemeindeglieder an den drei Gottesdienstorten Paulus-, Johannes- und Michaelskirche.
Mein ganzes Engagement und künstlerisch-pädagogisches Können wurde im ersten Amtsjahr von den Menschen reichlich belohnt.
Dafür gilt es, einen herzlichen Dank auszusprechen, und zwar all denjenigen, die im vergangenen Jahr die Proben, Gottesdienste und Konzerte so fleißig und begeistert besucht und damit deutlich gemacht haben, wie wichtig, wie wesentlich, wie wunderbar evangelische Kirchenmusik auch heute – rund 270 Jahre nach Johann Sebastian Bach – Menschen für das Evangelium Jesu Christi zu gewinnen vermag.
So werde ich auch in Zukunft weiter an meiner eigenen Form der Verwirklichung einer »wohlbestellten Kirchenmusik« im Sinne Bachs in Zuffenhausen arbeiten, immer im Dialog mit dem Dekan, den Pfarrern, den kirchenmusikalischen Ensembles und den Kantorenkollegen im Kirchenkreis Stuttgart, mit denen ich zusätzlich noch den Stuttgarter C-Kurs zur Nachwuchsförderung unterrichtend durchführe.
Die große Aufgabenfülle hier in Stuttgart, die Verantwortung für die Gemeinde und das Dekanat im Bereich der Kirchenmusik, der interreligiöse Dialog in Zuffenhausen, die Kooperation mit dem Kirchenkreis, aber auch die dafür notwendige Zeit der inneren Ruhe, kontemplativen Sammlung und eigenen Ausgeglichenheit sind und bleiben für mich auch nach einem Jahr im Amt weiterhin Herausforderung und Chance zugleich, die mein Leben reich machen und erfüllen.
Das gelingt am allerbesten, wenn Sie – egal ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich Mitarbeitende oder auch jedes einzelne Gemeindeglied – mich dabei nach Kräften unterstützen und inspirieren, wie ich es bis dato schon oft erfahren durfte und hoffentlich zukünftig weiter erfahren werde.
Ich schließe meinen Rückblick mit einem Zitat von Johann Sebastian Bach, das den Sinn einer wahren und ausstrahlungskräftigen Kirchenmusik zeitlos umschreibt: »... damit diese eine wohlklingende Harmonie gebe zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüts ...!«
Auf gemeinsames Musizieren – SOLI DEO GLORIA – freut sich

Ihr Kantor Alexander Kuhlo

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016