Absage sämtlicher kirchenmusikalischer Konzerttermine in der Kirchengemeinde und dem Dekanat Zuffenhausen

Guten Tag,

als Verantwortlicher für die Kirchenmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde und im Dekanat Zuffenhausen teile ich Ihnen hiermit mit, dass auf offizielle Anweisung und in einheitlicher Linie mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg bis Ostern 2020 ALLE KONZERTE und MUSIKALISCHE VERANSTALTUNGEN absagt werden müssen.

Konkret betrifft die Absage zeitnah:

  1. Die „Musikalische Matinée“ an diesem Sonntag (15.3.) um 11 Uhr, Pauluskirche Zuffenhausen
  2. Das Konzert des Handharmonikaspielrings Zuffenhausen mit dem Posaunenchor am 22. März um 18 Uhr, PK Zuffeenhausen
  3. Das Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag (10.4.) um 17 Uhr, PK Zuffenhausen
  4. Das Gastkonzert „Russische Ostern“ am 18. April um 18 Uhr, PK Zuffenhausen

u.a.

Die ausgefallenen Konzerttermine werden zu gegebener Zeit möglichst nachgeholt werden. Infos dazu lasse ich Ihnen gerne zukommen, wenn ein Ende der Corona-Pandemie oder zumindest ein „In-Den-Griff-Bekommen“ in Sicht sein wird.

Möge dies bald der Fall sein…

Mit freundlichen Grüßen in diesen schwierigen Zeiten,

Dekanatskantor Alexander Kuhlo

Musikalische Matinée am 15.3. 2020 in der Pauluskirche: AKKORDEON SOLO


FÄLLT WEGEN CORONA-PANDEMIE AUS – NACHHOLTERMINE WERDEN ZU GEGEBENER ZEIT VERÖFFENTLICHT!

 

Die international renommierte Akkordeonistin Anne-Maria Hölscher (Luzern/Stuttgart) konnte für die nächste „Musikalische Matinée“ am Sonntag, den 15. März, 11 Uhr in der Pauluskirche gewonnen werden.

Auf Einladung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo wird sie ihr Instrument mit einem kontrastreichen konzertanten Programm vorstellen und die Klangmöglichkeiten von feinsten Klängen bis hin zu mächtigen Akkorden ausloten.

Dafür hat sie sich ausgewählte Stücke des Altmeisters der Wiener Klassik, Joseph Haydn (1732-1809), nämlich zwei Klaviersonaten, ausgesucht, die uns in die damalige Klangwelt des Rokoko führen werden und von perlenden Läufen und melodiösen Passagen geprägt sind.

Als stilistischer Kontrast dazu erklingen zwei Stücke des 20. Jahrhunderts, nämlich „Melodia“ von dem Japaner Toshio Hosokawa und „Souvenir“ von dem Amerikaner John Cage, der mit seinem Stück „4´33´´“ berühmt geworden ist, mit welchem sich sogar Frank Zappa beschäftigt hat.

Diese Begegnung von klassischer und zeitgenössischer Musik ist die Grundspannung, in der sich dieses Konzertprogramm bewegen wird, eine Hörerfahrung, die neue Türen im interessierten Zuhörer öffnen wird.

In Anne-Maria Hölscher finden alle diese Werke ihre fein gestaltende Interpretin, so dass dieses „Akkordeon solo“-Programm etwas ganz Besonderes werden wird.

Das Programm wird ca. 45-50 Minuten dauern.

Der Eintritt ist frei – nach dem Konzert werden Spenden für die Kirchenmusik in Zuffenhausen erbeten.

 

 

AK 03/2020 

LAKI-PopChor Konzert am Samstag, 21.03.2020 um 19 Uhr in der Stephanuskirche in S-Giebel

ACHTUNG!: Diese Veranstaltung wird aufgrund der Empfehlungen der Landeskirche zum Corona-Virus abgesagt.

 

WE ARE... Wir sind...
 
gemeinsam unterwegs - begeistert - dankbar - gesegnet - verbunden durch unseren Gott!

Unter diesem Motto präsentiert der LAKI-PopChor Pop-Songs, Balladen und groovige Gospels. Sein unverwechselbarer Sound und seine Band begeistern das Publikum und schaffen eine mitreißende Atmosphäre!

Der LAKI-PopChor ist der Landeskirchliche Pop-Chor im EJW (Evang. Jugendwerk Württemberg). Unter der Leitung von KMD Hans-Martin Sauter hat sich der Chor seit 30 Jahren in der christlichen Popmusik-Szene deutschlandweit erfolgreich etabliert.

Die Band wird geleitet von Pianist und Arrangeur Hans-Joachim Eißler.

Das Vorprogramm gestaltet „Joy of Voices“, der Gospelchor aus den Gemeinden S-Stammheim und Korntal.

Alle Gemeinden des Dekanats Zuffenhausen unterstützen dieses Konzert und laden herzlich ein in die Stephanuskirche in Stuttgart-Giebel.

Abendkasse und Einlass ab 18:15 Uhr
Preise Abendkasse: 15 EUR, erm. 8 EUR

Vorverkauf: 13 EUR, erm. 8 EUR im Weltladen Zuffenhausen (Besigheimer Str. 19, Tel.: 0711-8821345) und bei Möbel Kull (Marbacher Str. 48-52, Tel.: 0711-875393)

 


Kammermusikkonzert am 21.März 2020 in der Zehntscheuer Zuffenhausen

FÄLLT WEGEN CORONA-PANDEMIE AUS – NACHHOLTERMINE WERDEN ZU GEGEBENER ZEIT VERÖFFENTLICHT!

HOCHKARÄTIGES KAMMERMUSIKKONZERT in der Zehntscheuer – Brahms & Schumann, zwei befreundete Meister der Deutschen Romantik

Alexander Kuhlo, hauptberuflich Kirchenmusiker in Zuffenhausen, und der Freundeskreis für Kirchenmusik Stuttgart-Zuffenhausen e.V. veranstalten am Samstag, den 21. März, um 17 Uhr ein gut 70-minütiges Kammermusikkonzert unter dem Thema „Quint-Essenz“, an welchen ein Streichquartett unter Führung von Benedetta Costantini (Erdmannhausen) sowie die Solo-Klarinettistin Cindy Velz aus Backnang mitwirken werden, ebenso wie Alexander Kuhlo als Pianist am Flügel.

Auf dem Programm stehen zwei große Kammermusikwerke (sogen. Quintette) aus dem 19. Jahrhundert, der musikalischen Epoche der Romantik:

Das Es-Dur-Quintett op. 44 von Robert Schumann und das h-Moll-Klarinettenquintett op. 115 von Johannes Brahms, beides der Pianistin und Ehefrau Schumanns, Clara Schumann gewidmet.

Diese beiden großangelegten viersätzigen Werke sind Edelsteine der Kammermusik und haben auch insofern miteinander zu tun, dass Schumann in seiner damaligen „Neuen Zeitschrift für Musik“ den jungen Brahms in seinem Aufsatz „Neue Bahnen“ als den kommenden Kometen am Komponistenhimmel preist und Brahms wiederum zeitlebens ein besonderes Auge auf Clara geworfen hat.

Die Zuhörer dieses Konzertabends, in dessen Pause auch Getränke gereicht werden, dürfen sich auf ein kontrastreiches und zugleich romantisch virtuoses Programm freuen, welches tief in die Geisteswelt der Romantik hineinführt und den großartigen Gestaltungsspielraum beider Meister klanglich abbildet.

Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse ab 16.30 Uhr vor Ort und die Karten kosten 12 € (10 € ermäßigt für Schüler, Studenten, BONUS CARD-Inhaber – Kinder bis 16 Jahre frei).

Vorreservierungen sind per Mail bei Alexander Kuhlo unter: Alexander.Kuhlodontospamme@gowaway.elkw.de kurzfristig möglich.

 

AK 03/2020

 

GROSSER BLÄSERTAG „ Bach mit Kuhlo“ am Samstag, den 15.2. 2020 in der Pauluskirche

In Kooperation mit dem Bläserreferat Stuttgart (Leitung: Christof Schmidt) gestaltet Kantor Alexander Kuhlo nun auch an seiner Wirkungsstätte in Zuffenhausen einen großen Bläsertag zum Thema „Johann Sebastian Bach mit Kuhlo“, an welchem tagsüber ausgewählte Bläsermusik (auch mit Orgel) des großen Thomaskantors einstudiert und für einen abendlichen Abschlussgottesdienst um 18 Uhr vorbereitet wird.

Weitere Dozenten (Florian Schiessler, hohes Blech & Christof Schmidt, tiefes Blech) unterstützen Kantor Kuhlo an diesem Tag.

Sonderkonzert in Zuffenhausen – zu Gast: Professor Armin Rosin mit Alphorn und Posaune – ein besonderes Klangerlebnis!

MUSSTE WEGEN KRANKHEIT AUSFALLEN - NACHHOLTERMIN ERST IN 2021 - BITTE TAGESPRESSE BEACHTEN!

 

Wann und wo? Am Samstag, den 1.2. 2020, 18 Uhr in der Pauluskirche Zuffenhausen (Unterländer Str. 15, 70435 S) – Parkmöglichkeiten neben der Kirche

Nach den musikalisch hochkarätig besetzten Gastkonzerten der Orgelprofessoren Rothkopf (2017), Ella (2018), Zaretsky (2019) hat sich Alexander Kuhlo für ein großes Duo-Konzert nun den renommierten Posaunenprofessor Armin Rosin eingeladen, der neben der Posaune auch sein Alphorn mitbringen wird, um es dem Publikum mit Orgelbegleitung und auch solistisch vorzuführen.

Orgelmusik von Mendelssohn (3. Sonate in A-Dur aus op. 65), Wolfgang Amadeus Mozart (Andante F-Dur KV 616) und Joseph Rheinberger (Ave Maria für Gesang und Orgel) ergänzen die gemeinsamen Duo-Beiträge dieses hochkarätigen Konzerte, in welchem eben auch das Alphorn einen gewichtigen Beitrag leisten wird.

Marit Kuhlo (Sopran) wird als Gast mit ihrem Gesang die Besetzung gelegentlich zum Trio erweitern.

Erleben Sie ein Konzert der besonderen Art, das ca. eine gute Stunde dauern wird! Rechtzeitiges Kommen wird empfohlen.

Eintritt nur an der Abendkasse ab 17.30 Uhr - 10 € / 5 € ermäßigt

Violoncello & Orgel – eine reizvolle Kombination mit Sonaten von Camille Saint-Saens und Alexander Gretchaninoff

Am Sonntag, den 26.01. 2020, findet um 11 Uhr in der Pauluskirche wieder eine musikalische Matinée (VIOLONCELLO & ORGEL) statt.

Dekanatskantor Alexander Kuhlo hat ein weiteres Mal seinen russischen Freund, den Cellisten Alexander Osovitskiy (Hannover/St. Petersburg) zu Gast und wird mit ihm ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, sowohl begleitend am Klavier, als auch an der Truhenorgel gestalten.

Feinste Kammermusik aus Frankreich (1. Sonate von Camille Saint-Saens, „Der Schwan“ aus dem Karneval der Tiere) und Russland (Alexander Gretchaninoff, E-Dur-Sonate op. 113) gibt es zu hören, aber auch der große Johann Sebastian Bach (Cellosonate G-Dur BW 1027) wird nicht fehlen.

Als Intermezzi der großen Mühleisen-Orgel, gespielt von Alexander Kuhlo, gibt es ebenfalls etwas Besonderes zu hören, und zwar zwei Rhapsodien über bretonische Melodien, auch von Camille Saint-Saens, mit delikaten Klangfarben fein für eine sinfonische Orgel komponiert.

Ein Programm der unentdeckten Meisterwerke, die in Zuffenhausen nun wieder zu vollem Glanz gebracht werden sollen. Es erwarten die Zuhörer 60 spannende und schnell verfliegende Minuten bester Musik.

 

Der Eintritt ist frei – Kollekte für die Kirchenmusik am Ausgang erbeten!

 

AK

Letztes BACH-Orgelkonzert von Kantor Kuhlo in Zuffenhausen – MY BEST OF BACH…am 18. Januar 2020 um 18 Uhr in der Johanneskirche

Nach seinem Dienstantritt im September 2016 begann Dekanatskantor Alexander Kuhlo unmittelbar mit einem Herzensanliegen, und zwar mit einem großen Orgelzyklus mit Musik von Johann Sebastian Bach, von dem sein späterer Komponistenkollegen Max Reger und Ludwig van Beethoven die Aussprüche geprägt haben: „Johann Sebastian Bach ist das Alpha und das Omega aller Musik“ und „Nicht Bach, Meer müsste er heißen!“.

Elf Konzerte fanden seither mit Interpretationen von Alexander Kuhlo zu den verschiedenen Gattungen der Bach´schen Orgelmusik in der gediegenen Atmosphäre der Zuffenhäuser Johanneskirche an der PLUM-Orgel mit ihren feinen kammermusikalischen Klangfarben statt und mit dem Konzert am 18. Januar will Kuhlo nun einen vorläufigen Schlusspunkt setzen und dabei seine Lieblingswerke des großen Thomaskantors und bewunderten Vorbildes noch einmal zum Klingen bringen.

Darunter sind mächtige Stücke wie Präludium und Fuge in e-Moll, aber auch virtuose Kammermusik wie die 3. Triosonate in d-Moll sowie choralgebundene Orgelmusik wie die Vorspiele „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den Leipziger Chorälen, „Vater unser im Himmelreich“ aus dem Dritten Teil der Klavierübung und das meditative „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ aus dem Orgelbüchlein, aber auch die bekannte Toccata in d-dorisch, ein Feuerwerk der barocken Tastenmusik. Ein echter Ohrenschmaus, nicht nur für jeden Bach-Kenner…!

Der Eintritt ist frei und am Ausgang wird eine Kollekte für die Kirchenmusik erbeten.
Zu Beginn wird Kantor Kuhlo Gedichte von Dietrich Bonhoeffer sprechen sprechen und in seine spezielle Programmauswahl einführen.

 

AK 30.12. 2019

Festliches Weihnachtskonzert für Soli, Chor und Orchester am 2. Weihnachtsfeiertag um 17 Uhr in der Pauluskirche

Nach dem Motto "Lasst uns das Kindlein grüßen" erklingen in diesem Jahr unbekannte Kleinodien der Chorliteratur mit Kammerorchester bzw. Klavier und Instrumentalmusik von Johann Sebastian Bach etc. unter der Leitung von Dekanatskantor Alexander Kuhlo.
Es musizieren die Pauluskantorei der Kirchengemeinde und deren Weihnachtschörle, das Orchester „CONCERTO TÜBINGEN“ mit dessen Konzertmeisterin Benedetta Costantini sowie Peter Lorenz an der Orgel/Klavier ein stimmungsvolles Werk des Fuldaer Domdechanten Heinrich Fidelis Müller mit wunderbaren Choralsätzen und fein ziselierten Chören im Wechsel mit dem Tenor-Solisten. Auch eine melodiöse Sopran-Arie („Sehet, welch eine Liebe“) ziert das nahezu volkstümliche, aber in seiner Schlichtheit meisterhafte Oratorium op. 5. Zu Beginn erklingt Johann Sebastian Bachs virtuoses und weihnachtlich-festliches Konzert für zwei Klaviere und Orchester in C-Dur BWV 1061 mit Alexander Kuhlo und Evgenia Sheykhet als Solisten. Die kürzeren chorischen Intermezzi stammen aus der Feder von Max Gulbins (nach Eichendorffs „Weihnachtsgedicht „Markt und Straßen stehn verlassen“) und dem französischen Opernmeister Jules Massenet, ein „Noel“ für Frauenchor und Klavier, das in seiner französischen Klangdelikatesse den Zauber von Weihnachten wunderbar in Musik widerspiegelt.

Alles in Allem ein Programm, das sich jeder Musikliebhaber gönnen sollte, um das Weihnachtsfest im Herzen aufleuchten und Klang werden zu lassen!

Eintrittskarten regulär an der Abendkasse für 15 € / 12 € (ab 16.30 Uhr) oder ab 9. Dezember 2019 im Vorverkauf für 13 € / 10 € im Weltladen Zuffenhausen, bei Möbel Kull in der Marbacher Str. 48-52 oder per Mail bei Kantor Kuhlo (Alexander.Kuhlodontospamme@gowaway.elkw.de).

 

Das erste Kantorenjahr in Gemeinde, Dekanat und Kirchenkreis

»Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.«
Mit Worten des schwäbischen Dichters Eduard Mörike beginne ich in den sonnenglühenden Herbsttagen meinen Rückblick auf das vergangene Jahr gemeinsamen Musizierens in unserer Kirchengemeinde.
Als ich im September 2016 bei Ihnen, liebe Zuffenhäuser Gemeindeglieder, nach fast fünf Jahren als Kreiskantor im ländlichen Westerwald meinen Dienst als neuer Dekanatskantor in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger antrat, traf ich zum einen auf vielfältige berufliche Herausforderungen, aber vor allem auch auf Sie, die musikbegeisterten und musikliebenden Menschen in allen kirchenmusikalischen Ensembles und in der Gemeinde.
Seither strebe ich mit Ihnen bewusst das an, was auch meinem großen Vorbild im Kantorenamt, Johann Sebastian Bach, in seinem »Entwurf einer wohlbestallten Kirchenmusik« von 1730 wichtig war: eine
Kirchenmusik, die sich einerseits an den liturgischen Gegebenheiten vor Ort, den Bedürfnissen der Menschen in der Gemeinde und den Vorstellungen der vorhandenen Pfarrerschaft orientiert. Aber nicht zuletzt versucht sie auch immer wieder neu, den hohen Qualitätsmaßstäben, für die Bach zeitlebens eingetreten ist, gerecht zu werden.
Ein großer Schatz der Kirchenmusik in Zuffenhausen ist das vorhandene Instrumentarium, allen voran die große Mühleisenorgel: ein Meisterinstrument, welches ich seitdem versucht habe, in den zahlreichen Orgelmatineen und unterschiedlichen Gottesdiensten angemessen zum Klingen zu bringen. Im neuen Jahr möchte ich mit dem Themenkonzept »Orgel Plus ...« (Instrument oder Singstimme) noch mehr Menschen dafür gewinnen, den wunderbaren Klangfarben und dem tiefen Sinngehalt der Orgelmusik zu lauschen.
Dabei gilt für mich die Überzeugung des Malers Max Beckmann aus dem Jahr 1938: »Die Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung.«
In diesem Sinne ist auch mein integraler Bach-Orgelkonzertzyklus zu verstehen, den ich seit Februar 2017 in der Johanneskirche gestalte und der 2018 seine kontinuierliche Fortsetzung erfährt. Immer wird dabei der interessierte, offene Zuhörer durch konzentrierte Einführungen eingestimmt, soll er doch selbst die Schönheiten dieser großartigen Musik erleben – wie Johann Nikolaus Forkel, Bachs erster Biograph, über die Bach’schen Triosonaten für Orgel schrieb: »Von ihrer Schönheit kann man nicht genug sagen.«
Charakteristisch und vielfältig zugleich ist die Fülle der unterschiedlichen Gottesdienstformen in Zuffenhausen, wenn ich an die vielen Themengottesdienste, mittendrin-Gottesdienste, musikalischen
Gottesdienste, Familiengottesdienste etc. denke, die ich seit her erleben und mitgestalten durfte.
Der größte Schatz sind für mich die Menschen in den kirchenmusikalischen Ensembles: die begeisterungsfähigen SängerInnen der Pauluskantorei, die BläserInnen im Posaunenchor, aber auch die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus, wo ich allwöchentlich ein Singeangebot mache und dieses an die Kinder aus den verschiedenen Nationen und Religionen herantrage; darüber hinaus die alten Menschen im Samariterstift und nicht zuletzt Sie, die Gemeindeglieder an den drei Gottesdienstorten Paulus-, Johannes- und Michaelskirche.
Mein ganzes Engagement und künstlerisch-pädagogisches Können wurde im ersten Amtsjahr von den Menschen reichlich belohnt.
Dafür gilt es, einen herzlichen Dank auszusprechen, und zwar all denjenigen, die im vergangenen Jahr die Proben, Gottesdienste und Konzerte so fleißig und begeistert besucht und damit deutlich gemacht haben, wie wichtig, wie wesentlich, wie wunderbar evangelische Kirchenmusik auch heute – rund 270 Jahre nach Johann Sebastian Bach – Menschen für das Evangelium Jesu Christi zu gewinnen vermag.
So werde ich auch in Zukunft weiter an meiner eigenen Form der Verwirklichung einer »wohlbestellten Kirchenmusik« im Sinne Bachs in Zuffenhausen arbeiten, immer im Dialog mit dem Dekan, den Pfarrern, den kirchenmusikalischen Ensembles und den Kantorenkollegen im Kirchenkreis Stuttgart, mit denen ich zusätzlich noch den Stuttgarter C-Kurs zur Nachwuchsförderung unterrichtend durchführe.
Die große Aufgabenfülle hier in Stuttgart, die Verantwortung für die Gemeinde und das Dekanat im Bereich der Kirchenmusik, der interreligiöse Dialog in Zuffenhausen, die Kooperation mit dem Kirchenkreis, aber auch die dafür notwendige Zeit der inneren Ruhe, kontemplativen Sammlung und eigenen Ausgeglichenheit sind und bleiben für mich auch nach einem Jahr im Amt weiterhin Herausforderung und Chance zugleich, die mein Leben reich machen und erfüllen.
Das gelingt am allerbesten, wenn Sie – egal ob haupt-, neben- oder ehrenamtlich Mitarbeitende oder auch jedes einzelne Gemeindeglied – mich dabei nach Kräften unterstützen und inspirieren, wie ich es bis dato schon oft erfahren durfte und hoffentlich zukünftig weiter erfahren werde.
Ich schließe meinen Rückblick mit einem Zitat von Johann Sebastian Bach, das den Sinn einer wahren und ausstrahlungskräftigen Kirchenmusik zeitlos umschreibt: »... damit diese eine wohlklingende Harmonie gebe zur Ehre Gottes und zulässiger Ergötzung des Gemüts ...!«
Auf gemeinsames Musizieren – SOLI DEO GLORIA – freut sich

Ihr Kantor Alexander Kuhlo

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016