Kreisdiakoniestelle

Diakonische Sozial- und Lebensberatung -
Beratung und Begleitung bei der Beantragung einer Mutter (Vater)-Kind-Kur oder Mütterkur
Konkrete Hilfe im Notfall


 

Sozialer Beratungsdienst Zuffenhausen

Ilsfelder Str. 10

70435 Stuttgart-Zuffenhausen

 

Tel. 87 20 06

Fax: 0711 87 69 18

E-Mail: infodontospamme@gowaway.kds-zuffenhausen.de

www.kreisdiakoniestelle-stuttgart.de


Dieter Edelmaier - Dipl. Sozialarbeiter, Eva Hottinger - Dipl. Sozialpädagogin, Cornelia Zaiser - Verwaltung

Dieter Edelmaier - Dipl. Sozialarbeiter, Eva Hottinger - Dipl. Sozialpädagogin, Cornelia Zaiser - Verwaltung

Öffnungszeiten:

Mo  9.00-12.00  und 13.00-16.00
Di    9.00-12.00  und 13.00-17.00
Mi   13.00-16.00
Do  9.00-12.00  und 13.00-16.00
Fr   9.00-12.00  und 13.00-15.00

Offene Sprechstunden: (in Coronazeiten fallen die offenen Sprechstunden aus, alle Beratungen nach Vereinbarung)

Di     14.00-17.00
Fr        9.00-12.00

Verabschiedung von Dieter Edelmaier

Eine Ära geht zu Ende. Am 11. Mai wurde in der Pauluskirche Dieter Edelmaier, der langjährige Leiter der Kreisdiakoniestelle in Zuffenhausen, verabschiedet. Leider waren zu diesem Zeitpunkt die  Inzidenzwerte so hoch, dass dieser Abschied als »geschlossene Gesellschaft« mit persönlicher Einladung stattfinden musste.
Etwas, das so gar nicht zu dem leidenschaftlichen Diakoniker Dieter Edelmaier passt. Er war für seine Klientinnen und Klienten da. In der Bezirksstelle, beim Café Formularis, beim Kirchenschmaus und wo immer nötig. Er kümmerte sich darum, dass möglichst niemand durch die Maschen des sozialen Netzes fallen muss, dass Menschen zu ihrem Recht kamen – auch und gerade zum Recht auf Unterstützung.
Immer wieder schilderte er in Gottesdiensten und bei Veranstaltungen, wie schnell Menschen in Not geraten können, und machte sich so zum Anwalt seiner KlientInnen. Trotz aller Not, mit der er  konfrontiert war, verlor er in all den Jahren nicht seinen Humor und sein strahlendes Lächeln.
Dieter Edelmaier hat verkörpert, was er in einer Predigt so zusammengefasst hat:
»Diakonie ist für mich: Wahrnehmen was ist – der Blick auf die ganze Wirklichkeit; Begegnung mit  Menschen auf Augenhöhe;
eine Wesensäußerung der Kirche, der Gemeinde. Und ich erlebe sie auch als Wegbegleitung, als viele kleine Lichter im finsteren Tal.«
In großer Dankbarkeit für sein Engagement wünschen wir Dieter Edelmaier Gottes gute Wegbegleitung hinein in seinen neuen Lebensabschnitt und hoffen, dass er die neue Freiheit in vollen Zügen gestalten und genießen kann.

Dekanin Elke Dangelmaier-Vinçon
Mai 2021




»Dranbleiben« heißt das Motto der diesjährigen Woche der Diakonie.
»Dranbleiben« war auch mein Motto in meiner über 25-jährigen Tätigkeit in unserer Kreisdiakoniestelle Stuttgart-Zuffenhausen. Dranbleiben in der Beratung von Menschen in vielfältigen Notlagen, Dranbleiben in der Moderation beim Café Formularis, bei der Mitarbeit beim Kirchenschmaus Zuffenhausen, beim Jakobus-Vesper in Hausen und vielen anderen diakonischen Aktivitäten in unserem Dekanatsbezirk.
Jetzt heißt es loslassen!
Ein ganz großes Dankeschön von mir für Ihr Dranbleiben, für Ihre Unterstützung und Begleitung der Arbeit unserer Kreisdiakoniestelle!

Ihr Dieter Edelmaier
Mai 2021

 

Interview mit Dieter Edelmaier, Kreisdiakoniestelle Zuffenhausen:
"Die Kreisdiakoniestelle ist Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen mit ganz unterschiedlichen Problemen und Nöten."

Herr Edelmaier, erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre Arbeit in der Kreisdiakoniestelle.

In dieser Kreisdiakoniestelle arbeitet mit mir gleichberechtigt Erika Herberth. Sie ist Sozialpädagogin, zuständig für Weilimdorf und Feuerbach. Ich bin Sozialarbeiter, zuständig für Mönchfeld, Freiberg, Rot, Zazenhausen, Zuffenhausen und Stammheim. Frau Zaiser ist Verwaltungsmitarbeiterin. Sie nimmt auch Leute in Empfang, ist die gute Seele der Etage. Über sie gehen viele Telefonkontakte.

Die Kreisdiakoniestelle ist Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen mit ganz unterschiedlichen Problemen und Nöten. Es gehört zu unserem Profil, dass wir nicht spezialisiert sind. Wir haben »offene Sprechstunden «. Wir bemühen uns um Lösungen der verschiedensten Probleme, schnell und unbürokratisch. Wir vergeben auch Termine. Und wir machen Hausbesuche bei Leuten, die nicht hierher kommen können.
Diese offenen Sprechstunden sind sehr interessant, weil wir nie wissen, was uns erwartet. Deshalb mag ich auch meinen Beruf: er ist spannend und völlig unberechenbar. Es kommen alte und junge Leute – Kinder und Jugendliche weniger, die haben ihre eigenen Zugänge über Jugendarbeit, Jugendhäuser etc.

 

Ich hätte erwartet, dass diese Stelle hauptsächlich für ältere Menschen da ist. Ältere Menschen bekommen Hilfe von der Diakonie.

Viele unserer Besucher sind im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. In dieser Gruppe gibt es eine Menge Leute mit sozialen Problemen, gesundheitlicher und psychischer Art, z.B. Arbeitslosigkeit. Die Älteren haben ganz eigene Probleme: die vielen Fragen des Älterwerdens, z.B. der Übergang vom tätigen Leben in den Ruhestand, Probleme, die einhergehen mit Gebrechlichkeit, Krankheit und Versorgung im Alter.

Ist es mit Kosten verbunden, wenn man Ihre Hilfe in Anspruch nimmt?

Nein, die Beratungen sind grundsätzlich kostenlos. Wir werden finanziert vom Kirchenbezirk Zuffenhausen und erhalten Zuschüsse von der Stadt Stuttgart. Es ist ungewiss, ob und wie viel es in Zukunft sein wird. Die Gelder gehen zurück. Wir hoffen sehr, dass wir diese Arbeit mit zwei Stellen fortsetzen können. Die örtliche Nähe ist einfach wichtig. Wir kennen uns gut aus im Sozialraum. Menschen können schnell auf uns zukommen. Wir können dadurch auch präventiv tätig sein.

 

Offensichtlich ist es bekannt, dass man bei Ihnen Hilfe bekommt.

Ja, das ist es, vor allem durch die Mund-zu-Mund-Propaganda von Menschen, die gute Erfahrungen mit uns gemacht haben. PfarrerInnen wenden sich an uns, um gemeinsam Menschen in Not weiterhelfen zu können. Unser Bekanntheitsgrad in den Kirchengemeinden ist allerdings noch nicht sehr groß. Deshalb freuen wir uns über Gottesdienstbeteiligungen und Möglichkeiten, unsere Arbeit in Gruppen und Kreisen der Kirchengemeinde vorzustellen.

 

 

Wir bieten an:

 

Kur und Erholung

  • Beratung, Unterstützung und Vermittlung für Mütter, Kinder und Familien unter Berücksichtigung der gesundheitlichen, familiären und finanziellen Situation
  • Der evangelischen Landeskirche gehören vier Mütterkurhäuser. Wir vermitteln in diese und natürlich auch in andere Häuser
    - Hilfe bei den Formalitäten

Sozialberatung und Hilfen

  • bei Gefährdung der finanziellen Existenz
  • bei Fragen über zustehende soziale Leistungen, z. B. Sozialhilfe, Wohngeld
  • bei Schwierigkeiten im Kontakt mit Behörden

Lebensberatung

  • für Einzelpersonen, Paare, Familien in schwierigen Lebenssituationen, in Krisen und in Fragen ihrer Beziehungen. Meine Kollegin hat besondere Fähigkeiten im Bereich der Partnerberatung.
  • Wir sind kompetent im Bereich der Lebensberatung.

Vermittlung und Begleitung

  • zu sozialen Einrichtungen anderer Beratungsstellen, Ämtern, Selbsthilfe- und Kontaktgruppen u.a.
  • Beratung, Begleitung und Hilfe für ältere Menschen und deren Angehörige in allen Fragen des Älterwerdens
  • bei persönlichen Krisen und Belastungssituationen in finanziellen Fragen
  • in Fragen neuer Lebensgestaltung und Orientierung im Alter bei der Vermittlung in Gruppen bei der Vermittlung von Seniorenkuren und Erholungsaufenthalten.

Wir haben nach dem Diakoniegesetz eine starke sozialanwaltschaftliche Aufgabe. Wir unterstützen Menschen, die sich nicht selbst vertreten können, und verhelfen ihnen zu ihrem Recht. Wenn die staatliche Hilfe nicht greift, haben wir die Möglichkeit, Betroffenen mit Spendengeldern zu helfen, da wir von den Diakoniesammlungen im Kirchenbezirk 25 % erhalten. Im weitesten Sinne gehört zur Sozialberatung auch die Schuldnerberatung. Nachdem die zentrale Stelle hierfür in Stuttgart sehr lange Wartezeiten hat, versuchen wir, mit Tipps und Hilfestellungen die Zeit zu überbrücken.


Wohnung und Arbeit sind sehr wichtige Themen. Wenn man keine Wohnung hat, findet man keine Arbeit. In Stuttgart herrscht Wohnungsnot. Auch hier können wir versuchen zu helfen, indem wir mit den Betroffenen Schritte überlegen, wie man zu einer Wohnung kommt.

 

Ist die Kreisdiakoniestelle eine rein evangelische Anlaufstelle?

Nein, wir sind offen für alle Menschen aller Konfessionen. Wir werden ebenfalls von der Kommune mitfinanziert, haben daher die Verpflichtung und es ist unser Grundverständnis, für alle da zu sein. Ich bin mit der Kreisdiakoniestelle Kirche und will auch als Kirche erlebt werden.

 

Herr Edelmaier, besten Dank für Ihre Ausführungen. Für Ihre vielfältigen Aufgaben wünsche ich Ihnen weiterhin gutes Gelingen. 

 

Weiterführende Links
Kreisdiakoniestellen in Stuttgart