Johanneskirche

Marbacher Str. 13, 70435 Stuttgart-Zuffenhausen
 
Die älteste Kirche in Zuffenhausen. Sie liegt im alten Flecken von Zuffenhausen.

 

Aktuelles:

Sanierung Johanneshof: Im Jahr 2010 wird der Johanneshof saniert, insbesondere die Toilettenanlage, aber auch der Pflasterbereich. Es wird ein behinderten-gerechter Zugang geschaffen, so dass der Johanneshof über die Bottwarstraße (Eingang hinter der Johanneskirche) erschlossen wird.

                                                                         Kirchenpfleger Matthias Essig

Johanneskirche

Unsere Kirche und unser Gemeindehaus tragen den Namen des Jüngers Johannes. Schon vor mehr als tausend Jahren, zur Karolingerzeit, wurde in Zuffenhausen eine Kirche aus Holz oder Stein gebaut. Sie hieß Hippolytus-Kirche. Im Jahre 1275 wird sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt und in den Jahren 1480 und 1640 umgestaltet. 1901 erhielt unser Gotteshaus den Namen Johanneskirche.

 

Von der Anlage her ist sie eine Chorturmkirche mit flachgedecktem Saal. Die späteren Umgestaltungen beließen den gewölbten Chor mit Kreuzrippengewölbe.

 

Der Altar kommt aus einer einheimischen Werkstätte. Er wurde in Form eines Tisches 1956 aus Sandstein gehauen. Der Taufstein als schlanke Säule wurde ebenfalls aus Sandstein geschaffen. Auf seinen drei der Gemeinde zugewandten Seiten sind die Kreuzigung, das versiegelte Grab und die Engelsbotschaft am Ostermorgen dargestellt.

 

Das Farbfenster wurde 1965 von Gudrun Müsse nach dem Gleichnis in der Bergpredigt Jesu (Matthäus 7,13-14) geschaffen: "Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind ihrer, die ihn finden." Ursprünglich befand sich dieses Fenster im Altarraum an der Ostwand, dort wäre es aber von der später eingebauten Orgel (1976) verdeckt worden.

 

Die Johanneskirche wurde in Kriegen zwei Mal zerstört: das erste Mal 1634 durch die Truppen Mélacs nach der Nördlinger Schlacht. Um 1640 wurde sie teilweise wieder aufgebaut. Etwa 10 Jahre später erst konnte dann der Turm fertig gestellt werden. Im Jahre 1740 wurde eine Empore eingebaut.

 

Der 10. September 1944 ging unter dem Namen "Brandsonntag" in die Zuffenhäuser Geschichte ein. Bei diesem Angriff wurden auch die Pauluskirche und viele Wohn- und Geschäftshäuser beschädigt oder zerstört. Zehn Jahre lang, von 1944-1954, war die Johanneskirche auch im Inneren eine ausgebrannte Ruine. Im Feuersturm des Zweiten Weltkrieges waren auch die drei Glocken der Johanneskirche untergegangen. Der Kirchturm blieb eine Ruine, stumpf und stumm bis im November 1956 die Glocken, gegossen bei der Firma Kurtz, Einzug erhielten.

 

1976 wurde die Orgel für die Johanneskirche durch Orgelbaumeister Plum in Marbach aus den Spenden vieler Gemeindeglieder erbaut.

2001 wurde die letzte Innenrenovierung der Johanneskirche abgeschlossen. Dass mehr Licht in die Kirche kommt war ein Anliegen der Kirchengemeinde, das bei der Renovierung umgesetzt wurde.

 

Die Gottesdienste finden in der Johanneskirche 14-tägig sonntags um
9:30 Uhr statt.

 
 
 

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