DBH - Neues Kinderhaus

Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus

© Evang. Gemeinde Zuffenhausen

Mit dem Um- bzw. Einzug in das Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhaus übernimmt Heidi Steinemann die Leitung der Einrichtung. Ihr zur Seite steht als stellvertretende Leiterin Ursula Herrenleben. Wir sind dankbar, dass wir mit Heidi Steinemann eine erfahrene und zugleich hoch motivierte Erzieherin für die verantwortungsvolle Aufgabe als Leiterin des Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhauses gewinnen konnten. Ursula Herrenleben, die bisher unsere Einrichtung in der Frauenstegstraße leitete, hat die Entstehung des neuen Hauses tatkräftig begleitet.

Dekan Klaus Käpplinger
September 2016

© Heide Steinemann

Liebe Gemeindemitglieder der Ev. Kirchengemeinde Zuffenhausen, ich freue mich, eine neue Herausforderung in Ihrer Gemeinde annehmen zu können. Mit vollem Elan und neuem Schwung möchte ich als Leiterin des Kinderhauses in der Bietigheimer Straße 11 mit Ihnen, den Eltern, den ErzieherInnen und vor allem den Kindern, Neues gestalten und vieles erleben.
Mein Name ist Heidi Steinemann. Gebürtig komme ich aus dem Alb-Donau-Kreis, nach Stuttgart hat mich mein Anerkennungsjahr zur Erzieherin gebracht. Ich bin verheiratet und habe eine 24-jährige Tochter. Für die anstehende Herausforderung in der Leitungsfunktion des Kinderhauses kann ich auf jahrelange Erfahrung in solchen Funktionen zurückgreifen. An meinem Beruf schätze ich das Miteinander mit Kindern und Eltern sowie allen beteiligten Personen. Dabei ist mir eine gute, ehrliche und konstruktive Zusammenarbeit besonders  wichtig. Ich freue mich, die Kinder der neuen Einrichtung und ihre Eltern begleiten zu dürfen und eine  gemeinsame Entwicklung des Kinderhauses mitgestaltenzu können. Ebenso hoffe ich auf gute Gespräche mit dem Träger, den MitarbeiterInnen des Kinderhauses, den Eltern, Kindern und allen, die ein Teil der Gemeinde Zuffenhausen sind.

Heidi Steinemann
September 2016

© Ursula Herrenleben

Mein Name ist Ursula Herrenleben; geboren und aufgewachsen bin ich in Zuffenhausen. Schon von klein auf war ich durch meine Familie in der Gemeinde der Johanneskirche eingebunden, angefangen über die Kinderkirche bis hin zur meiner Jungscharzeit im »Pumpernickel- Club«.
Mein Vorpraktikum machte ich im Kindergarten Langenburger Straße. Nach meiner Ausbildung begann ich 1994 im zweigruppigen Kindergarten Frauenstegstraße als Gruppenleiterin; 2001 habe ich dort die Leitung übernommen. Nun geht die Zeit in diesem Haus mit einem weinenden und mit einem lächelnden Gesicht zu Ende. Ich freue mich auf meine neue Tätigkeit als stellvertretende Leiterin an der Seite von Heidi Steinemann im Kinderhaus. Alle Kolleginnen haben lange an der Vorplanung und Konzeption mitgearbeitet und nun können wir diese ab September umsetzen. Ich wünsche uns allen einen guten und spannenden Start in dem schönen neu gestalteten Haus.

Ursula Herrenleben
September 2016

Gottesdienst für Kleine Leute

Kleine Leute willkommen!
Wie Kinder in die Gemeinde wachsen

Wann beginne ich, mit meinem Kind zu beten: wenn es noch Baby ist oder erst später? Wundert sich mein Kind, wenn ich auf einmal ein Abendlied anstimme? Wie mache ich mein Kind mit der Kirche, den Gottesdiensten und dem Gemeindeleben vertraut?
Antworten auf all diese Fragen gibt der Kleine-Leute-Gottesdienst, der monatlich sonntags im Johanneshof stattfindet. Im großen Gemeindesaal startet er zu familienfreundlicher Zeit um 10.30 Uhr.

Während Eltern, Großeltern, Paten und Gäste im U-förmigen Stuhlkreis Platz nehmen, tummelt sich eine quirlige Schar von Kindern auf rotblauen Matten in der Mitte. Babys krabbeln umher. Kleinkinder suchen tapsend ein Plätzchen und manch eines wird auf dem Schoß der größeren Schwester fündig. Kindergartenkinder sitzen ebenso aufmerksam wartend wie die anwesenden Schulkinder, die wegen der kleinen Geschwister hier sind. Einzelne Schüchterne beobachten das Gewusel ihrer Altersgenossen mit großen Augen aus sicherer Entfernung vom elterlichen Stuhl aus.

Wenn das Eingangsstück am Klavier erklingt, kehrt Ruhe ein. Dann wandern die Blicke aller Anwesenden geradeaus auf den Altar, den das Kleine-Leute-Team liebevoll hergerichtet hat. Ein großes Holzkreuz und Kerzen stehen auf einer Altardecke, von der eine Sonne strahlt. Der Geschichte des Tages entsprechend ist der Tisch dekoriert: Geht es um Erntedank und die Reichtümer der Schöpfung, finden sich Nüsse, Trauben und Äpfel neben Kastanien, Eicheln und Efeu. Ist der barmherzige Samariter das Thema, zeichnen große Steine einen langen Weg und Verbandszeug liegt bereit. Auf dem Altar sitzt die flauschige Kirchenmaus Frederick, eine Handpuppe, die der einzige Mann im ehrenamtlichen Kleine-Leute-Team stets mit einer flotten Begrüßung, die sich an die Kinder richtet, zum Leben erweckt.

Und dann geht es auch schon los mit schwungvollen Liedern zum Mitmachen, Klatschen und Tanzen, begleitet vom Klavier. Wer kann, ist auf den Beinen, stampft und dreht sich oder singt aus vollem Hals. Jetzt ist das Laut- und Fröhlichsein erwünscht. Nachher, bei den Psalmgebeten mit Gesten und den Fürbitten, geht es besinnlicher zu. Spielerisch lernen die Kinder, dass es eine Zeit gibt, ausgelassen zu sein und eine Zeit, um innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Überhaupt sollen die Kinder sich wohl fühlen, das Miteinander im Gemeinderaum positiv erleben und spüren, dass Gebete, Lieder und der Glaube Freude machen. Wenn Eltern erzählen, dass Kinder zuhause noch immer das »Hosianna« singen und die Arme über den Kopf schwingen, dass die Geschichte noch tagelang für Gesprächsstoff sorgt oder dass das gebastelte Gebet über dem Bett jeden Abend gebetet wird, dann ist das der Lohn für die sechs Ehrenamtlichen, die den Gottesdienst mit großer Sorgfalt vorbereiten.

Höhepunkt des Kleine-Leute-Gottesdienstes ist die Geschichte. Sie stammt zumeist aus der Bibel. Es geht um die Wertschätzung des Lebens, um Selbstachtung und Respekt für andere, um Gottes Liebe und unser aller Verhalten. Das Team veranschaulicht das Ganze im Rollenspiel, mit Handpuppen oder einem Bilderbuch. Darüber hinaus erhalten auch die Eltern durch eine Kurzpredigt im Anschluss an die Geschichte einen geistlichen Impuls.

Im Kleine-Leute-Gottesdienst wächst eine Gemeinschaft heran, die sich am Zusammensein in Gottes Namen freut, die offen ist für jedes neue Gesicht und deren Ziel es ist, dass die Kinder mit ihren Familien weiter in die Gemeinde hineinwachsen. Im zwanglosen Umfeld dieses Familiengottesdienstes ist es möglich, Kinder mit religiösen Ritualen vertraut zu machen. Er wirkt Hemmungen entgegen, in der Familie zu beten und über Gott zu sprechen. Dieser Mitmach-Gottesdienst für Jung und Alt, für Groß und Klein ist ein Mutmach-Gottesdienst für die Bejahung des Glaubens im Alltag mit Kindern.
Sie sind neugierig? Seien Sie herzlich willkommen!

das Kleine-Leute-Team
Dezember 2015