ACK Stuttgart-Zuffenhausen

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Stuttgart-Zuffenhausen arbeiten die Ev.  Methodistische Kirche, die Ev. Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Kath. Kirchengemeinde St. Antonius, die Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Jesu Christi Geburt, das
Christliche Zentrum Volksmission und unsere Ev. Kirchengemeinde zusammen.
Diese Gemeinschaft geht zurück auf das Jahr 1979, als sich einige Frauen und Männer aus Zuffenhausen zusammentaten, denen eine ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen am Herzen lag. Sie kamen von verschiedenen christlichen Gemeinden und Kirchen und gründeten den Ökumenischen Arbeitskreis Zuffenhausen.
Sehr bald wurden ökumenische Gottesdienste gefeiert, die Idee des Kanzeltausches - – an einem bestimmten Sonntag tauschen die PfarrerInnen der beteiligten Gemeinden die Kanzeln, predigen also in der gastgebenden Gemeinde - wurde etabliert und über die Jahre ausgebaut und variiert, man versuchte sich -– mit wechselndem Erfolg - an ökumenischen Bibelabenden oder -wochen und auch an ökumenischen Gemeindefesten.
Bei all dem waren die regelmäßigen Sitzungen tragend und allen Beteiligten immer sehr wichtig. Darin erfuhr man Neues von den anderen Gemeinden, Gelungenes wie nicht Gelungenes, neue Entwicklungen der jeweiligen Strukturen. Personen, die kamen, lernte man kennen und verabschiedete andere.
2003 kam die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde dazu –- eine große
ökumenische Bereicherung.
Nach 35 Jahren »Ökumenischer Arbeitskreis« entstand dann im Gremium der Wunsch, die Zusammenarbeit genauer zu definieren und auf eine neue Stufe zu bringen, nämlich aus dem Ökumenischen Arbeitskreis eine Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zu machen.
Nach eingehender Diskussion und mit kompetenter Beratung durch den Geschäftsführer der ACK Baden-Württemberg, Pfarrer Dr. Albrecht Haizmann, konnten wir so im Rahmen des Fleckenfestgottesdienstes am 21. Juni 2015 die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)
Stuttgart-Zuffenhausen gründen.
In unserer Satzungspräambel steht: »Die Mitglieder der ACK Stuttgart-Zuffenhausen wollen ihrer Gemeinsamkeit im Glauben an Jesus Christus, den Herrn der Welt und das Haupt der Kirche, in Zeugnis und Dienst gerecht werden – zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Dabei wissen sie sich der Bitte Jesu verpflichtet:
‘… damit sie alle eins seien´«. Johannes 17,21
Dabei konnten wir auch das Christliche Zentrum Volksmission als Vollmitglied in unsere Gemeinschaft aufnehmen.
Und staunend erfahren wir seitdem, dass die auf den ersten Blick bloße Änderung der Bezeichnung für dieselbe Arbeit wie zuvor tatsächlich einen Qualitätsschritt nach vorne bedeutet, nämlich auf drei Ebenen:

  • • Zum Einen ist die Bezeichnung »Christliche Kirchen« prägnanter und klarer als »ökumenisch«. Denn »ökumenisch« ist sozusagen ein innerkirchlicher Begriff, nur den Kennern sofort verständlich. »Christliche Kirchen« dagegen ist allgemein verständlich, jeder Mensch auf der Straße und in den Ämtern weiß dabei sofort, dass hier eben Christen reden.

  • • Zum Anderen ist eine Gemeinschaft mehr als ein Arbeitskreis. Das erleben wir in unseren Sitzungen. Die Berichte aus den Gemeinden sind intensiver geworden, es wird genauer nachgefragt, mehr diskutiert, manchmal auch recht kontrovers – kurz gesagt: Wir öffnen uns mehr und wagen mehr. Die Bitte Jesu »... damit sie alle eins seien« meint nicht Vereinheitlichung, sondern Eins-Sein in aller Vielfalt. Jesus Christus ist unsere Mitte, das wird uns immer wieder neu deutlich.

  • • Und nicht zuletzt trägt das gemeinsame Beten dazu bei: Bereits 2011 haben wir ein ökumenisches Friedensgebet formuliert, das seither immer wieder in unseren Gottesdiensten gebetet wird, jeweils aktualisiert und mit der Gewissheit: Wir beten als Christen in Zuffenhausen gemeinsam.

Neben dem gegenseitigen Austausch und der Vorbereitung der ökumenischen Gottesdienste und Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum beschäftigen wir uns dieses Jahr auch mit der Schrift »Mission Respekt - Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt«.
Dieses ökumenische Dokument, 2014 herausgegeben von der Ev. Kirche in Deutschland (EKD), der Kath. Deutschen Bischofskonferenz und den verschiedenen freikirchlichen Vereinigungen, versucht in
klaren und einfachen Worten eben das zu formulieren: Wie erzählen wir Christen von unserem Glauben in einer multireligiösen Gesellschaft und das auch noch mit Respekt? Eine Fragestellung, eine Aufgabe, die in unserem multikulturellen und multireligiösen Stadtteil nicht aktueller und spannender sein kann.
Darauf gibt es keine einfache Antwort - oder doch? Ein friedliches Miteinander der Religionen entsteht da, wo Menschen mit Respekt und Liebe auf den Anderen zugehen, ganz im Sinne Jesu Christi:


»Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.« 1. Petrus 3,15

Pfarrer Volkmar Rupp, Vorsitzender ACK Stuttgart-Zuffenhausen

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Stuttgart-Zuffenhausen

Im Rahmen des Fleckenfest-Gottesdienstes am 21. Juni 2015 wurde die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Stuttgart-Zuffenhausen gegründet.
Aus der Satzungspräambel: Die Mitglieder der ACK Stuttgart-Zuffenhausen wollen ihrer Gemeinsamkeit im Glauben an Jesus Christus, den Herrn der Welt und das Haupt der Kirche, in Zeugnis und Dienst gerecht werden – zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Dabei wissen sie sich der Bitte Jesu verpflichtet: »… damit sie alle eins seien«. Johannes 17,21

Mitglieder im ACK Zuffenhausen:

  • Christliches Zentrum Volksmission
  • Evangelische Kirchengemeinde
  • Evanglisch-Freikirchliche Gemeinde - Baptisten (Martin-Luther-King-Kirche)
  • Evanglisch-Methodistische Kirche (Christuskirche)
  • Römisch-Katholische Kirche (St. Antonius)
  • Rumänisch-Orthodoxe Kirche Jesu Christi Geburt

 

Geschichte der Ökumene in Zuffenhausen
Im Jahr 1979 haben sich einige Frauen und Männer aus Zuffenhausen zusammen getan, denen die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen am Herzen lag. Sie kamen von verschiedenen christlichen Gemeinden und Kirchen und gründeten den Ökumenischen Arbeitskreis Zuffenhausen. 

Auch nach so vielen Jahren ist dieser Arbeitskreis nach wie vor rege tätig.

Eine feste Größe in Zuffenhausen ist inzwischen der Ökumenische Gottesdienst zum Fleckenfest geworden, sowie der regelmäßig stattfindende Kanzeltausch am zweiten Adventssonntag. Dabei tauschen PfarrerInnen/PastorInnen der beteiligten Gemeinden für den Gottesdienst die Kanzeln, die gastgebenden Gemeinden begrüßen den/die "GastpredigerIn" - eine schöne Gelegenheit, die christliche Vielfalt in Zuffenhausen gegenseitig wahrzunehmen und sich kennen zu lernen.

Immer wieder bemühen sich die Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises auch, gemeinsamen Themen ein Forum zu bieten. So wurden in den letzten Jahren thematische Abende zur Taufe und zum Abendmahl durchgeführt, das Gespräch von Christen und Muslimen aufgenommen, die besondere Situation von "Kirche in der Stadt" kam zur Sprache, genauso wie die Jubiläen "800 Jahre Zuffenhausen" und "100 Jahre Stadterhebung". Dieses Jahr beschäftigt sich der Ökumenische Arbeitskreis mit der "charta oecumenica" - Leitlinien für eine wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa.