Einladung zum Mitsingen beim neuen Weihnachts-Chorprojekt ab 5. September 2017 im Johanneshof (20 Uhr)

Die Pauluskantorei startet das nächste Chorprojekt für das Chor- und Orchesterkonzert am 2. Weihnachtstag um
17 Uhr: das »Oratorio de Noel« (Weihnachtsoratorium) des französischen Neoklassizisten Camille Saint-Saens (1835-1921).
Dazu kommt noch die wunderbare Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 133, »Ich freue mich in dir«), französische Instrumentalmusik für Harfe und Streicher von Claude Debussy (»Danse sacrée et Danse
profane«), das schmerzliche »Pie Jesu Domine« für Solo-Sopran, Harfe und Streicher aus dem Jahr 1918 von Lili Boulanger sowie das »Cantique de Noel« von Adolphe Adam in der Bearbeitung von Ernst-Thilo Kalke.
Dieses neue Chorprojekt bietet eine gute Gelegenheit für interessierte SängerInnen, mit der Pauluskantorei ein oratorisches Werk mit Orchester aufzuführen!
Ein Probenwochenende am 3. und 4. November (Freitagabend und Samstag ganztägig) bietet Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zur intensiven Vorbereitung.
Herzliche Einladung dazu im Namen aller SängerInnen, gerne auch zu einer Kennenlernprobe!
Kontakt: Alexander Kuhlo, Tel. 0151-64 62 59 63,
alexander.kuhlo@elkw.de

Zuffenhäuser Sommerserenade - ein Rückblick

Zur 27. Sommerserenade führte Dekanatskantor Alexander Kuhlo verschiedene Musikgruppen aus Zuffenhausen und weiteren Gemeinden zum gemeinsamen Musizieren zusammen und dirigierte schwungvoll: den Posaunenchor Zuffenhausen, die Singgruppe des Dietrich-Bonhoeffer-Kinderhauses, die Pauluskantorei und das Blockflötenorchester.
Der bunte musikalische Reigen dauerte weit über eine Stunde, aber die Zeit verging wie im Flug und die begeisterten Zuhörer spendeten großzügig für die Kirchenmusik und genossen das leckere Essen und die kühlen Getränke bei der anschließenden Hocketse.


Claudia Dicke und Margarethe Vaihinger

Konzertbesprechung – PASSIONSKONZERT „Crucifixion“ am Karfreitag (14.4.) in der Pauluskirche

Ein großer musikalischer Spannungsbogen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert erwartete die mehr als 300 Zuhörer in der sehr gut besuchten Pauluskirche in Zuffenhausen zum diesjährigen „Passionskonzert“.
Dekanatskantor Alexander Kuhlo und Chorleiterkollegin Irena Rafailoviene aus Weilimdorf leiteten gemeinsam ein 90-minütiges, spannungsgeladenes Chorkonzert ihrer beiden Chöre, das zusätzlich von Instrumentalisten des „Concerto Tübingen“, Mitgliedern des Posaunenchores Zuffenhausen, der Sopranistin Marit Kuhlo, der Organistin Evgenia Sheykhet und weiteren Mitwirkenden gestaltet wurde.

Nach modernen, dissonant gefärbten Orgelmeditationen anhand einzelner Stationen des Orgelzyklus „Der Kreuzweg“, den der französische Orgelmeister Marcel Dupré 1929 komponiert hat, folgte das erste große Chorwerk aus dem Reformatonsjahrhundert, ein Teil aus der „Johannespassion“ von Leonhard Lechner, einem der damals berühmtesten Chorkomponisten, den die beiden beteiligten Chöre stilsicher und mit dezenter Orgelbegleitung meisterten. Die Anwesenden wurden damit sofort in die Szenerie der alten und ewigneuen Erzählung von der Leidensgeschichte Jesu Christi hineingenommen.

Der nun folgende instrumentale Zwischenteil bestand aus einer Kombination von Pergolesi-Arien (aus dessen berühmtem „Stabat Mater“), wunderbar leuchtend mit stimmlicher Helligkeit und lyrischer Wärme gesungen von Marit Kuhlo (Sopran),  mit ausgewählten Sonaten aus den „Sieben letzten Worten Jesu am Kreuz“ von Joseph Haydn, tiefgründig und klangschön interpretiert vom Streichquartett des Orchesters „Concerto Tübingen“ (1. Violine: Nina Karmon).

Das Hauptwerk des Abends bildete danach auch den Schlusspunkt:

Paul Ernst Ruppels Passionsbetrachtung nach Spirituals „Crucifixion“ aus dem Jahr 1960 fesselte das Publikum mit seinem spannungsgeladenen Wechsel von gesprochenen und gesungenen Passagen, die in schneller Folge dem Zuhörer die bekannte biblische Geschichte ganz neu lebendig werden ließen. Sprecher Rudolf Guckelsberger und Vorsänger Hansjörg Meindl überzeugten in ihrem jeweiligen Part mit großem Ausdruck  und innerer Anteilnahme, die unmittelbar auf den Hörer übersprang.  Zwei Posaunen (Benjamin Kuehnel und Klaus Heckmann) und der Kontrabass-Solist (Claus-Justus Heine) begleiteten die holzschnittartigen, teils dramatischen, teils meditativ-betrachtenden Chorstücke, die der Chor fast auswendig und bestens vorbereitet zum Klingen brachte. Dirigent Alexander Kuhlo,der schon zu Beginn gemeinsam mit Orgelschülerin Evgenia Sheykhet die Dupré-Orgelmeditationen maßgeblich interpretiert hatte, schaffte es, der Musik Ruppels dramatischen Atem zu verleihen, so dass das Werk keinen der anwesenden Zuhörer unberührt ließ und mit seinem offenen Schluss schon auf das Ostergeschehen vorauswies.

Ein bewegendes Passionskonzert - jenseits der allseits bekannten gewaltigen Orchesterpassionen der Barockzeit dank außergewöhnlicher Leistungen aller Ausführenden!


Dekanatskantor Alexander Kuhlo
- 15. April 2017 -

ERFREULICHE ERÖFFNUNG EINES NEUEN BACH-ORGELZYKLUS´ IN ZUFFENHAUSEN


Am vergangenen Samstag durften ca. 100 Zuhörer in der nahezu voll besetzten Johanneskirche in Zuffenhausen einen bewegenden Bach-Orgelabend erleben, der auf die kommenden Konzerte der neuen Reihe „Bach um Sechs“ hoffnungsvoll vorausweist.
Der neue Dekanatskantor Alexander Kuhlo spielte an der zweimanualigen Plum-Orgel von 1976 das Eröffnungskonzert seines auf mehrere Jahre angelegten Bach-Orgelzyklus zum Thema „Toccaten und Fugen I“ und zog die unerwartet zahlreiche Zuhörerschaft, in welcher auf jüngere Gesichter nicht fehlten, nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die staunenswerte Welt der Bach´schen Orgelmusik mit der wohl berühmtesten „Toccata in d-Moll“ des Leipziger Thomskantors in seinen künstlerischen Bann.
Immer aufgelockert durch sachdienliche Erläuterungen und gewürzt mit einer Prise feinen Humors, interpretierte Kuhlo virtuos und zugleich einfühlsam mehrere Toccaten in E-Dur, einer für die damalige Zeit aufgrund der damaligen ungleichschwebend temperierten Stimmung heiklen Tonart:
zunächst von Vincent Lübeck, Bachs Vorbild aus dem norddeutschen Schülerkreis Dietrich Buxtehudes, das Praeambulum in E-Dur, danach den genialen Versuch des jungen Bach selbst in dieser Tonart und schließlich die Nachfolge Bachs in Gestalt seines späteren Meisterschülers  Johann Ludwig Krebs, seinerzeit Organist an der Hildebrandt-Orgel der Schloßkirche in Altenburg/Thüringen, mit dessen „Toccata und Fuge in E-Dur“.
Ein großer Facettenreichtum wurde hier zum Klingen gebracht und machte Bachs Herkunft und Fortführung durch einen seiner besten Schüler bestens nachvollziehbar.
Ale Höhepunkte dieses Eröffnungskonzertes folgten die Kuhlo´sche Orgelbearbeitung einer von Bach komponierten c-Moll-Toccata und das bis zu den späten Toccaten in d-Moll und F-Dur absolute Meisterwerk Bachs in dieser Gattung, vermutlich in Weimar für eine Orgelprobe  komponiert: Toccata, Adagio und Fuge in C-Dur, ein Stück, das dem Interpreten und der eher kammermusikalisch disponierten Plum-Orgel das Höchste abverlangte – nicht nur beim großen Pedal-Solo zu Beginn.
Die zur weltberühmten Toccata zugehörige Fuge in d-Moll beschloss den kurzweiligen Konzertabend würdig und festlich. Lang anhaltender Applaus galt einerseits dem gestaltenden Organisten Alexander Kuhlo, aber vielmehr noch dem gewaltigen Bach´schen Oeuvre für Orgel, welches Kuhlo in Zuffenhausen etablieren und erlebbar machen will.
Der Anfang dieses integralen Zyklus ist gemacht und das Konzertpublikum hat an diesem Eröffnungsabend bereits sein Placet dazu gegeben.
Das nächste Konzert findet am 25. März, wieder um 18 Uhr, in der Johanneskirche statt.
Diesmal mit Dekan Klaus Käpplinger als Rezitator Luther´scher Katechismustexte und den großen Pedaliter-Kompositionen des sogenannten „Dritten Teils der Clavierübung“ von 1739, der in Fachkreisen auch als „Orgelmesse“ bekannt ist. Für alle Bach-Orgelliebhaber ein echtes Muß!

Alexander Kuhlo

 

 

Rückblick auf das WEIHNACHTSKONZERT, 26.12. 2016 – „Vom Dunkel des Advents zum Lichte von Weihnachten - ein berührendes Konzerterlebnis!“

Foto von Heinz Stohrer

 
Wie es in Zuffenhausen inzwischen gute Tradition geworden ist, fand am
2. Weihnachtsfeiertag erneut das große „Weihnachtskonzert“ mit barocken Meisterwerken von Albinoni, Vivaldi, J. S. Bach und Wilhelm Friedemann Bach unter meiner Leitung, sozusagen als Premiere für mich in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger, statt.
Ein zahlreiches Publikum, welches den Raum sichtlich ausfüllte, war in die stimmungsvoll geschmückte Pauluskirche zum Zuhören gekommen und durfte die Pauluskantorei gemeinsam mit vier Vokalsolisten und dem Orchester „Concerto Tübingen“ beim Musizieren erleben. Gute zwei Stunden dauerte der musikalische Reigen und die Zeit verging durch die Abwechslung der gut ausgewählten Chor- und Instrumentalwerke wie im Fluge.
Den Weg von Advent bis Weihnachten nachzeichnend, stand zu Beginn das weltberühmte „Adagio“ von Tomaso
Albinoni, ein seelisch bewegendes Streicherstück als Symbol für die vergangene Adventszeit als Zeit der Erwartung und am Schluß die in Stuttgart nahezu unbekannte Weihnachtskantate „Ehre sey Gott in der Höhe“ von Bach-Sohn Friedemann unter Beteiligung zweier Hörner aus unserem Posaunenchor als Symbol für die festliche Freude über die Menschwerdung Gottes an Weihnachten: „des lasst uns alle fröhlich sein...!“ Sogar die anwesende Konzertgemeinde durfte mit zwei Schlußstrophen auf die bekannte Melodie „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ in den fulminanten Weihnachtsjubel einstimmen, so dass die ganze Kirche sang und klang.
Eine bewegende Apotheose dieses besonderen Konzertes, was wieder einmal deutlich gemacht hat, wie wichtig und wie gewertschätzt diese Art von Konzerten von dem Zuffenhäuser Publikum und Gästen aus ganz Stuttgart wird!
Durch den tollen Besuch und die unerwartet große Resonanz motiviert, soll es nun in diesem Jahr mit zwei Passionskonzerten in Weilimdorf und Zuffenhausen sowie einem weiteren „Weihnachtskonzert“ am 2. Feiertag um 17 Uhr mit Werken von Johann Sebastian Bach (Kantate BWV 133), Claude Debussy (Tänze für Harfe und Streicher) sowie dem großartigen „Weihnachtsoratorium“ von Camille Saint-Saens weitergehen.
Die Pauluskantorei freut sich auf neue Sängerinnen und Sänger, die Lust und Freude an Singen in Gemeinschaft und anspruchsvollen Chorkonzerten haben. Die Chorproben finden immer DIENSTAGS ab 20 Uhr im Johanneshof statt.

Alexander Kuhlo neuer Dekanatskantor

Im Gottesdienst am 11. September 2016 um 11 Uhr in der Pauluskirche, wurde der neue Dekanatskantor Alexander Kuhlo in sein Amt eingesetzt.
Wir freuen uns, dass wir diese Stelle nach dem Eintritt von Hans-Rudolf Krüger in den Ruhestand nahtlos wiederbesetzen konnten. Alexander Kuhlo war bisher im Westerwald als Bezirkskantor tätig und bringt daher bereits Erfahrungen für diese Aufgabe mit. Dennoch sollten wir alle ihm die Zeit lassen, die Kirchengemeinde, den Stadt- und den Dekanatsbezirk kennen zu lernen. Er selbst schreibt in seiner Vorstellung davon, dass er erst einmal hier ankommen möchte. Erst in einem zweiten Schritt wird es dann darum gehen, welche Schwerpunkte er in seiner Arbeit gemeinsam mit uns setzen wird. Ich wünsche uns, dass wir Alexander Kuhlo die Zeit zum Ankommen und zur Begegnung lassen.

Dekan Klaus Käpplinger
September 2016

Alexander Kuhlo stellt sich vor

© privat

Alexander und Marit Kuhlo

»Liebe Mitarbeiter am Psalm 150«
So pflegte mein in Bläserkreisen berühmter Urgroßvater, »Posaunengeneral« Johannes Kuhlo (1856-1941), die Menschen in seinem Umfeld gerne anzusprechen und wies damit gleich auf den geistlichen Auftrag seiner lebenslangen Bemühungen um die »musica sacra« hin, zumal auch die Blechblasinstrumente in diesem Psalm eine ganz besondere Rolle spielen.
So möchte ich zu meinem Dienstantritt auch Sie freundlich ansprechen. Als Urenkel von Johannes Kuhlo habe ich die Ehre, ab September zusammen mit meiner Frau Marit, die mich als Sopranistin in meiner kirchenmusikalischen Arbeit tatkräftig unterstützt, bei Ihnen in der Gemeinde und im Kirchenkreis Stuttgart in der Nachfolge von Hans-Rudolf Krüger als neuer Dekanatskantor wirken und leben zu dürfen. Welch eine Freude!
Aufgewachsen und studiert in Hannover, aus einem musikalisch vorgeprägten Elternhaus kommend, trat ich nach absolviertem A-Studium und weiteren Orgelstudien bei Prof. Daniel Roth (Paris, Frankfurt/Main) meine erste hauptamtliche Kantorenstelle in Reichenbach im sächsischen Vogtland an. Danach folgten Stationen in Göttingen als Kirchenkreiskantor mit Schwerpunkten in der C-Ausbildung und chorischer Projektarbeit, der Aufstieg in eine A-Stelle als Kreiskantor im Ev. Kirchenkreis Altenkirchen mit großen Chorkonzerten (Fauré-Requiem, Keiser-Weihnachtsoratorium, Puccini-Messe, Mozart- und Haydn-Messen und Rutter-Te Deum) und einem integralen Bach-Orgelzyklus. Nun, mit 45 Jahren, dürfen meine Frau und ich zu Ihnen in die Kirchengemeinde Zuffenhausen kommen. Ich freue mich auf die Begegnungen und die Zusammenarbeit. Dazu gehören natürlich die bestehenden Ensembles Kantorei und Posaunenchor, die Weiterführung der Konzertreihe Stuttgarter Orgelmatinee und die Tradition der Chorkonzerte am 2. Weihnachtsfeiertag,  diesmal mit einem Bach-Vivaldi-Programm. Aber nicht nur die sinnvolle Fortsetzung der Arbeit meines Vorgängers ist mir ein Anliegen, sondern auch das Setzen eigener musikalischer Akzente und Schwerpunkte im konzertanten Bereich sowie die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst einmal möchte ich jedoch eines – ankommen. Dazu gehören viele Besuche, das Gestalten der wöchentlichen Proben und Gottesdienste, Gespräche mit den Kollegen in den Gemeinden des Dekanatsbezirks und im Kirchenkreis u.v.m.
»Cantate et gaudete ad magnam gloriam Dei!« – Singet und freuet euch zur großen Ehre Gottes! Da ich meine kirchenmusikalische Arbeit vor allem als Dienst für Gott und an den Menschen verstehe, freue ich
mich darauf, dies nun mit Ihnen tun zu dürfen, und lade herzlich zum Mitsingen und Mitblasen in Kantorei und Posaunenchor ein. Meine Frau und ich sind im besten Sinne neugierig auf Sie und die Gemeinde.
Meine Frau arbeitet seit August beim katholischen Stadtdekanat und wird sich als Sängerin vielfältig in die Gemeindearbeit und bei Konzerten mit einbringen.
Es ist unser Wunsch, endlich im Leben da anzukommen, wo wir beruflich und privat eine Heimat finden können. Dieser Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen.
Um mit einem Bach-Zitat zu schließen, welches mich sehr bewegt und berührt: »NB. Bey einer andächtig Musig ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart« (Notiz von J. S. Bach bei. 2. Chronik 5,13). Möge sich dies in meiner Stuttgarter Kantorenzeit immer wieder ereignen!


Alexander und Marit Kuhlo
September 2016